Notizen der Schnapsnase

13. und 14. Juni 2022  

Amstetten West-Leogang-Brixen im Thale-Ellmau-Wildschönau-Wals-Amstetten West


Mario Haiders Herz schlägt für Edelbrände! Das gilt wohl auch für alle anderen knapp 30 Reiseteilnehmer der 16. NÖ Edelbrenner-exkursion von Weistrach bis Jedenspeigen und von Hollabrunn bis Krumbach.


NÖ Edelbrenner Exkursion 2022
Bereits zum 16. Mal organisierten Ing. Andreas Ennser, Georg Hiebl und Bernhard Datzberger eine Exkursion für NÖ Edelbrenner. Start war in Amstetten West; erster Stopp in Leogang bei Stocki´s Mountaindestillerie; Mittagessen in der Kraller Alm in Leogang; zweiter Halt in Erbers Brennhäusl in Brixen im Thale; dritte und letzte Station am ersten Tag Wolfgang Kaufmanns Destillerie in Ellmau; Nächtigung in der Tirol Lodge in Ellmau; die vierte und erste Tagesrast war die Krautingerbrennerei der Familie Josef und Maritta Thaler in der Wildschönau; nach einer Mittagsrast im Grünauerhof war die Walser Brennkammer von Matthias Seidl die letzte hochprozentige Station dieser lehrreichen, geselligen und genussvollen Reise.

 

9. Juni 2022

 

Hermann Botolen, Sommelier und Gastronom aus Leidenschaft, Erhard Ruthner, Genussmissionar, Wein- und Spirituosenexperte
Verkostung für die Falstaff Spirits Trophy 2022
Am ersten Tag der Verkostung von Edelbränden hatte ich Gelegenheit, mit Hermann Botolen und Erhard Ruthner 44 Apfel- und Birnenbrände mit und ohne Fassreifung nach einem 100 Punkte-Schema im Restaurant Fuhrmann zu beurteilen.
Herausragend waren die Kostproben der Roten und Gelben Williams Birnenbrände.
Immer wieder beeindruckend ist die Edelbrand-Sammlung in Botolens Genusstempel im 8. Wiener Bezirk:

 

12. Mai 2022

 

Wilhelm Pohler, Elisabeth und Hermann Rogner, Ing. Wolfgang Lukas, Margarete Pohler, Bernhard Datzberger

Gerhard und Renate Kainz, Ossi und Martina Weidenauer
Ab Hof Messe Wieselburg 2022
Die Ab Hof Messe Wieselburg wird 2022 erstmals gemeinsam mit der Wieselburger Messe etwa zwei Monate nach dem traditionellen März-Termin organisiert. Die Spezialmesse für bäuerliche Direktvermarkter ist ein Treffpunkt ausgezeichneter Produzenten und bietet eine gute Gelegenheit deren preisgekrönte Produkte zu verkosten.
Ein guter Start ist bei den Datzbergers garantiert. Mit vorzüglichen Mosten ist die Strapaz der Anreise mit dem Fahrrad schnell vergessen.
In der Halle 10 warten noch weitere Spirituosen-Hersteller: Beim Scheibbser Getränkehändler Dollfuss steht der "Ötscher Bitter" und der Rum 96 ("96 Gründe, einen Rum zu trinken") auf der Verkosterliste. Aus dem steirischen Schilcherland ist die Familie Müller angereist, die neben Schilcherweinen auch Schilcherlikör, einen Williams und einen Muskateller-Tresterbrand im Gepäck hat. Weiter gehts mit Gin (Twin Gin, Gin Heidelbeere, Gin Zirbe) der Wiener Strantz Brüder Gervin und Marvin. Auch die Destillerie Puchas aus Kukmirn hat sich einmal mehr mit ihrem Vollsortiment an Edelbränden, Likören und Gin präsentiert.

Brigitte Teufl
Alexandra Müller

GM-Strantz

Gervin Strantz


Als wahre Fundgrube erlesener Edelbrände und Liköre bekannter und weniger bekannter Brenner erweist sich die Verkostungszone in der Europa Halle. Es ist immer ein Vergnügen, die Besten der Besten, die mit einem "Goldenen Stamperl ausgezeichnet wurden zu verkosten. Etwa den feinen Zwetschkenbrand von Matthias Gasteiger aus Bad Ischl, einen vorzüglichen Glaskirschenbrand von Karl Josef Hametner aus dem OÖ Hagenberg, einen zarten Marillenbrand der Familie Zwicker aus Furth/Göttweig, einen fruchtigen Erdbeergeist von Grete Wiederstein aus Göttlesbrunn, einen Zigarrenbrand "Alte Zwetschke" vom Produzenten des Jahres Obstkulinarium Wilhelm Pohler, einen Roten Williamsbrand - Strong Spirit von Willi Burgstaller aus OÖ, einen Walnusslikör von Josef Eder aus Yspertal, einen außergewöhnlichen Eierlikör-Himbeer von Daniel Hacker aus Gunskirchen und einen Weingartenpfirsichlikör von Roman Kraus aus Jedenspeigen.

Dazwischen ist es unerlässlich auch feste Nahrung aufzunehmen, etwa Fisch & Chips von der Mariazeller Bio Fischzucht Decleva, Waldviertler Mohnnudeln vom Mohnhof Greßl und Eis vom Biohof Hansinger. Dort aufzuhören, wo man begonnen hat, empfiehlt sich auch bei einem Besuch der Ab Hof Messe. Also gabs zum Abschluss noch einen erfrischenden Birnentraum und einen Apfelcider aus dem Hause Datzberger.

 

6. Mai 2022  




Ob Senfkaviar, Mohnzelten, goldprämiertes
Genussvielvalt ist eine Fundgrube

Genussfestival in Wien
Nach zweijähriger Zwangspause startet am Muttertagswochenende die 13. Auflage des Genussfestivals im Wiener Stadtpark. Gut vertreten waren auch die NÖ Schnapsbrenner mit Farthofer, Kausl, Rogner, Weidenauer und Kraus sowie der Destillerie LORE aus dem Mühlviertel.
Regina Priglinger-Simader
Regina Priglinger-Simader
Florian und Sara
Florian u. Sara/Farthofer
Verena Pelikan & Roman Kraus
Verena Pelikan, Roman Kraus
Die Brennerin Regina Priglinger-Simader kreiert seit 2018 in Ihrer LORE Cocktailmanufaktur verschiedene Gins (Classic und Blue) und mit dem Tonic aus eigener Produktion ein trinkfertiges Gin Tonic. Farthofers Bio Destillerie überzeugt einmal mehr mit einem Most-birnenbrand, dem Gelbmostler und einem Whisky aus Urkorn. Immer wieder eine Gaumenfreude sind Rogners und Weidenauers Kriecherlbrände. Beide überraschen immer wieder mit neuen Whiskykreationen. Während Hermann Rogners exklusiver, hochprämierter 18 Jahre gereifter "Old John Whisky" durch eine rauchige, kräftige, reife Note begeistert, ist Ossi
Weidenauers Dinkelmalz-Whisky, den er in einem Cherryfass verfeinert, ein klassischer, äussert feiner, schmackhafter Single Malt. Der Marillenhof Kausl überzeugt mit Marillen in hochprozentiger, süßer und streichbarer Form. Roman Kraus zeigt mit seinen Obstbränden, Likören und Spirituosen feines Handwerk. Auch hier überzeugen Kriecherlbrand, Muskateller Tresterbrand ebenso wie der handliche 10cl "Handtaschenschnaps".

Hanföl, gebeizte Lachsforelle oder einer der vielen, prämierten Edelbrände: die für qualitativ hochwertige Lebens- und Genussmittel.

26. März 2022    


 

Heiner´s Destillate - die Schnapsmacherei in Zug (CH)
Die am Zuger See gelegene Schnapsmacherei von Cordula und Thomas Heiner ist eine der besten Kleinbrennereien in der Schweiz und weltweit. Als World's best Craft Destiller of the Year, DistiSwiss Edelbrenner des Jahres, mehrfach gekrönter Destillata Teilnehmer gebührt ihr diese Anerkennung.
Der gelernte Landwirt und Weintechnologe Thomas Heiner hat das Schnapsbrennen von der Pike auf bei Dettling gelernt. Er hat seinen derzeitigen Standort mit einem Crowdfunding Projekt in einem geschichtsträchtigen Haus errichtet.
Thomas ist ein experimentierfreudiger Destillateur. Er ist einer der ersten Schweizer, der die Vogelbeere hochprozentig veredelt. Mit seinem Rhumba ist er einer der Wenigen, der auch aus der Zuckerrübenmelasse ein vorzügliches, im Fass gelagertes Destillat herstellt, der sich auch dem Gin-Trend mit 4 verschiedenen Gins nicht verschliesst und der mit einer Schokolikör-Trilogie mit Kirsch, Williams und Pfefferminze eine für die Eidgenossen typische Spirituose kreiert. Mit einem roten und weissen Wermut schafft er zudem eine meisterliche Verbindung vom Destillateur zum Weintechnologen.
Ein Besuch der Schnapsmacherei lohnt sich allemal, zudem Schnaps der Heiner's mit qualitativ hochwertigen, vorzüglichen Edelbränden, Likören und Spirituosen gleichzusetzen ist. Aber nicht nur deshalb sondern auch wegen der einzigartigen Sicht von der Terrasse der Heiners auf den Zuger See und - wenn's passt - auf den "schönsten Sonnenuntergang in der Schweiz".

18. März 2022    

  Destillata Gala 2022 im Casino Baden
Sowohl 2020 als auch 2021 musste die Destillata Gala pandemiebedingt abgesagt werden. So mussten 2020 die beiden Tiroler, die Steixner Edelbrennerei und Wolfgang Kaufmann sowie Fridolin Baumgartner aus Deutschland auf den festlichen Rahmen der Gala ebenso verzichten wie im Vorjahr die Spezialitätenbrennerei Liebl und Maximilian Wild aus Deutschland sowie die steirische Brennerei Semlitsch Naturprodukte.
Heuer war es wieder soweit und die besten Edelbrenner des Alpenlandes wurden auf die Bühne geholt. Als Edelbrenner des Jahres wurden Jürgen und Bernhard Datzberger (3 EDJ, 6 Gold, 24 Prämiert), Fridolin Baumgartner (4 EDJ, 7 Gold, 15 Prämiert) und Edgar Wernbacher (4 EDJ, 6 Gold, 8 Prämiert) gebührend gefeiert. Sensationell Datzbergers 100 Punkte Apfelmostbrand , Baumgartners Traubentrester und Wernbachers Vogelbeere!
Ihre ausgezeichneten Produkte haben der Bad Ischler Matthias Gasteiger, der Bregenzerwälder Elmar Brunn, Selimi Zecir von der Mariazeller Destillerie Pirker, die Ungarische Agárdi Palinkafözde Kft. von Tibor Vertes, die Burgenländische TOP Destillerie Emmerich und Karin Kohlmann, d`Brennerin vom Attersee Rosi Huber, Haslacher Stadtbrennerei Wolfgang Dexheimer und die Osttirolerin Elke Obkircher zur Verkostung angeboten.
Nach einem vorzüglichen Gala-Diner wurden die mit Gold prämierten Edelbrände, Liköre und

Spirituosen verkostet. An den Verkostertischen gesichtet: das NÖ Spitzenbrenner-Duo Georg und Robert Hiebl, der Most- und Edelbrandsommeliere aus St. Valentin Karl Halbmayr, der Obstbauer und Vizebürgermeister von Krems Martin Sedelmaier, der Zeitungsmacher und Redakteur des deutschen Magazins "Kleinbrennerei" Klaus Postmann, DistiSuisse Präsident Max Kopp und der Präsident der NÖ Landwirtschaftskammer Johannes Schmuckenschlager.
Neben Ing. Wolfgang Lukas, DI Johann Greimel, Destillata Präsident Labg. Anton Gangl, Oberverkoster Hofrat Dr. Manfred Gössinger und Ing. Siegfried Quendler der langjährigen Moderatorin der Destillata und von ORF NÖ, Birgit Perl ist es vor allem Maria Walter zu verdanken, dass die Destillata 2022 von den Einreichungen bis zur Gala nahezu reibungslos über die Bühne ging.

07. März 2022    
  1. Edelbrandstammtisch 2022
Der Edelbrandstammtisch der Kilber Edelbrandgemeinschaft dient dem Erfahrungsaustausch und bietet eine gute Gelegenheit zur Vergleichsverkostung. Diesmal standen prämierte Schnäpse und das Thema Apfelbrände auf dem Programm.
Die prämierten Edelbrände werden in den nächsten Tagen vorgestellt.
Eine guten Querschnitt über die Obst- und insbesondere Apfelsortenvielfalt zeigt die Verkostung verschiedener Apfelbrände. Bohnapfel von Leo Grießler, Zigeunerapfel von Franz Fahrngruber, Gravensteiner von Fritz Janker, Apfelcuvee von Robert Hansinger und schließlich eine Auswahl spezieller Apfelbrände der Sorten Topas, Berner Rose, ein Cuvee aus Sommertafeläpfel und ein im Eichenfass gelagerter Apfelbrand Cuvee von Josef Neuhauser.
05. März 2022    

 

Craft Spirits Berlin
Die Craft Spirits Berlin ist eine relativ junge Verkostungsplattform für "handgemachte" Spirituosen und kleine, unabhängige Destillerien in Europa. 2012 von Theo Ligthart und Thomas Kochan gegründet bietet sie immer wieder eine Bühne für österreichische Edelbrenner. Kernstück ist das Festival im März mit einem umfangreichen Vortragsprogramm, internationalen Ausstellern und der Verleihung des Craft Spirits Awards. Dem geht eine Verkostung einer kleinen aber feinen Auswahl von etwa 400 Spirituosen voraus, die von einer zwanzigköpfigen, hochkarätigen Jury verkostet werden.
Mit Georg Hiebl und der Kuenz Naturbrennerei
haben es zwei österreichische Destillerien geschafft dreimal Gold in drei Jahren zu erzielen und wurden ebenso wie etwa Thomas Heiner aus der Schweiz und der Spezialitäten- und Whiskybrenner Gerhard Liebl aus Bayern mit dem "World´s best Craft Distilleries-Award" ausgezeichnet.
Monika Tinnauer (2022), Florian Prückl (2020) und Theresa Warter (2018) wurden in Berlin mit dem "Young Craft Distiller of the year-Award" geehrt.
Der Mostello Bio Obstdessertwein aus Birnen aus dem Hause Farthofer erhielt 2020 und 2022 die Auszeichnung "Best in Class".
Der kreative Paasdorfer Edelbrenner und studierte Chemiker Andreas Liebminger, erhielt für seine innovative Nachlauftrennung den "Outstanding Innovation Award 2022"
Das Gemeinschaftsprojekt "Der Krautinger" erhielt 2022 die Auszeichnung "Best in Tradition".

22. Februar 2022    

machen Sie sich ein Bild:
https://www.puls4.com/tv/2-minuten-2-millionen/staffel-08/2-minuten-2-millionen-vom-14092021/wiener-dirndl-im-pitch

 

Wiener Dirndl
Das aus der Puls 4-Serie "2 Minuten 2 Millionen" bekannte Startup Wiener Dirndl GmbH hat es mit seinem Bio Fruchtlikör mit einigen Hürden auch auf meinen Verkostertisch geschafft. Mit einer zart säuerlichen etwas dünnen Fruchtnote angereichert mit Zimt und Vanillenuancen entspricht es einer gut trinkbaren, weil sehr süßen Fruchtspirituose - mehr nicht. Darüber können auch 93 Falstaff-Punkte nicht hinwegtäuschen. Mit einem gehaltvollen, fruchtigen Dirndllikör hat es so viel zu tun, wie ein Speckbirnenbrand mit einem Williams-birnenbrand.
Den Unternehmensgründern würde es ebenso wie dem Redaktionsteam von "2 Minuten 2 Millionen" und den Investoren gut anstehen, wenn Sie besser vorbereitet in einen derartigen Pitch gehen.
Denn die Kornelkirsche ist keineswegs eine ausschließlich regionale Besonderheit "der Steiermark, Tirols oder Wiens". Die Dirndlfrucht findet seit dem 18. Jahrhundert eine traditionelle Verwendung auch in Niederösterreich, insbesondere im Pielachtal und den angrenzenden Tälern.
Im Pielachtal gibt es mittlerweile über 300 Dirndlbauern, etwa 15 Verarbeitungsbetriebe und über 11.000 nutzbare Dirndlstaudn.
Dirndlprodukte, wie der Dirndledelbrand und der Dirndllikör werden nachweislich seit 25 Jahren in höchster Qualität und zu etwa 50% in biologischer Wirtschaftsweise hergestellt. Ebenso lange ist der Original Pielachtaler Edelbrand eine österreichweit geschützte Ursprungsbezeichnung.
Das was seit 25 Jahren mit viel Engagement und Ehrenamtlichkeit im Pielachtal und den angrenzenden Regionen geschaffen und erarbeitet wurde, sollte nicht durch ein, wenige Jahre altes Projekt mit einem wohl überlegten Marketingkonzept und eine wenig kreative, mittel-mäßige Spirituose überdeckt werden.

16. Februar 2022    
  Die Welt der Spirituosen erleben - Grappa Online Verkostung
Die 5. Onlineverkostung von Markus Braun hatte den norditalienischen Tresterbrand - besser bekannt als Grappa zum Inhalt. Mit Nardini, Nonino und Marola standen drei namhafte Destillerien am Beginn der Verkostungsliste, die die Geschichte dieser Traubentresterspirituose gut repräsentieren. Absolutes Highlight für meinen Gaumen war der Marzadro Grappa Le Giare Gewürztraminer, mit einem eleganten sortentypischen Aroma und dezenter Fassnote.
Während die italienischen Destillerien - aktuell gibt es etwa 130 - ein besonderes G´spür für Form und Eleganz der Gebinde haben, entspricht der Inhalt nicht immer meinem an klassische Obstbrände gewöhnten Geschmack. Das liegt vorallem am erlaubten Zuckerzusatz, der der Spirituose die Schärfe nimmt und geschmeidiger macht - aber auch das Geschmacksbild verfälscht und manchen Fehler verdeckt.
3. Februar 2022    




weitere Online Verkostungen mit Markus Braun

 

Die Welt der Spirituosen erleben - Bourbon Online Verkostung
Eines gleich vorweg: Online-Verkostungen von und mit Markus Braun sind ein wahres Vergnügen. Markus erzählt sehr kurzweilig über die jeweilige Spirituosengruppe und deckt mit einer guten Auswahl von Kostproben ein breites Spektrum - in diesem Fall von Bourbon Whiskeys ab.
Für mich war es eine erstmalige Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Whiskey und hat die Erkenntnis gebracht, dass es sich allemal lohnt den Bourbon näher kennenzulernen. Mindestens 51% Mais, Roggen, Weizen und Gerstenmalz sind die Grundlagen (Mash Bill) dieser Spirituose, die mit würzigen, blumigen, herben Aromakomponenten immer wieder für sensorische Überraschungen und Highlights sorgt.
Gestartet hat Markus seine Verkostung mit einem Rebel Yell, einem 40%Vol (80 proof) Kentucky Straight (mind. 2 Jahre gelagerten) Bourbon Whiskey, der sich durch eine intensive, holzbetonte Aromatik auszeichnet. Kostprobe Nr.2 war ein 40%Vol. Buffalo Trace Kentucky Straight Bourbon Whiskey mit feinen, fruchtigen Aromen und einem vollmundigen Geschmack. Der 43,2%Vol (86,4 proof) Woodford Reserve Kentucky Straight Bourbon Whiskey zeigt wieder kräftiges Holz und entwickelt nach einer Ruhephase im Glas eine große Aromaviefalt von würzig, leicht bitter und erinnert an Weinbrand. Kostprobe Nr. 4 war ein Eagle Rare Kentucky Straight Bourbon Whisky mit kräftigen, sehr fruchtigen, trockenfruchtähnlichen 45%Vol (90 proof), der 10 Jahre in einem neuen, ausgebrannten Eichenholzfass gereift ist. Und zum Abschluss gab es einen Jim Beam Single Barrel Kentucky Straight Bourbon Whiskey, der sich mit 47,5% (95 proof) und vorallen blumig, süß-säuerlichen Aromen als eines der Aushängeschilder aus dem Hause "Jim Beam" auszeichnet.

28. Jänner 2022    
 

Gin Tasting
Die Destillerie Farthofer hat wieder zu einem Gin-Tasting eingeladen. Zur Auswahl standen 3 von insgesamt 15 Gin´s, die in der Mostelleria für die Eigenvermarktung oder für Dritte hergestellt werden.
Darunter der O-Gin mit 40%Vol., ein klassischer, pfeffrig würziger Wacholder-betonter Gin, ein Mozarter Gin mit 42%Vol. und dezenter Wacholdernote, blumig feinen Aromen und ein Leopold Gin mit 42,7%Vol., zarter Wacholdernote und würzig erdigen Wurzelnoten mit kräftigem Geschmack.
Mit einer zeitgerechten Anlieferung der Kostproben, einer gut durchdachten Verkostungsanleitung und einem kurzweiligen Tasting hat ist dieses Online-Format ein attraktives Angebot in der zur Zeit kargen Tasting-Landschaft.

23. Jänner 2022    


 

Schnapsinventur 2022
Meine Spirituosensammlung hat sich gegenüber 2020 um 18 Schnäpse auf 417 erhöht, wobei im Zuge meiner Rest´l Verwertungs Challenge 31 Schnäpse leergetrunken wurden - also ein Zuwachs von über 50.
Noch immer in meiner Sammlung sind einige Exoten aus Ruanda, etwa ein Tamarillo-, Mango-, Coffee-, Pineapple-, Maracuja-Brandy der POA manufactoring&trading Ltd aus Kigali in Ruanda. Neben einem im Bourbonfass der Kings Country Destillery gelagerten Enzianbrand, einem im Rumfass gelagerten Zitronenbirnenbrand und weiteren vorzüglichen Bränden von Elmar Brunn aus Vorarlberg, einigen Gustostückerl der Meisterbrenner Bartl Fink und Markus Rambach (MAAN Spirituosen), beide ebenfalls aus dem Bregenzerwald, einem Zuckerrübenmelassebrand und einem Zuckerrübenbrand von Grete Wiederstein aus Niederösterreich und Jürgen Doppelbauer aus Oberösterreich, finden sich jeweils eine Wildbirne von der Granit Destillerie aus Waidhofen/Thaya und von der der Destillerie Liebminger, ein 20 und 22 jähriger, fassgelagerter Veltlinerbrand von der Domäne Wachau aus Niederösterreich und ein XA Gravensteiner von Alois Gölles aus dem Jahr 1999 in meiner Sammlung.
Die mit Abstand größte Gruppe bilden, so wie 2020, die Birnenbrände mit 49 (2020: 45) verschiedenen, sortenreinen, fassgelagerten Bränden, gefolgt von 42 (2020: 28) Trauben- und Tresterbränden, 40 (2020: 29) verschiedenen Apfelbränden, 32 (2020: 28) Whiskys und 35 (2020 noch nicht in der Wertung) Bitter-, Kräuter- und Nussspirituosen. Die Flaschengrößen reichen von 0,5 Liter bis zu Miniaturen mit 50 ml und von original verschlossenen bis zu Flaschen mit geringen Restmengen.

19. Jänner 2022    


 

Die Welt der Spirituosen erleben - Gin Online-Verkostung II
Nachdem ich im April des Vorjahres die erste Gin Online-Verkostung mit Markus Braun genoss, stand dieses Mal wieder Gins am Programm. Waren es damals ausschließlich österreichische Gins, gings gestern rund um den Erdball.
Vorweg ein herzliches Dankeschön an Markus, der in über 2 Stunden viel Wissenswertes zum Thema Gin in einer tollen Präsentation vermitteln konnte und eine sehr variantenreiche Auswahl der Verkosterproben gewählt hat.

Gestartet wurde mit einem Gin-Klassiker aus England. Der Hammer & Son Old English (Tom)-Gin aus der Langley Distillery ist ein 44%Vol. starker, sehr harmonischer Gin mit einer deutlichen Wacholdernote. Abgefüllt wird diese im Pot Still-Verfahren destillierte Spirituose in Champagnerflaschen als Reminiszenz an das Original Ende des 18. Jahrhunderts.
Der Thomas Daken Gin kommt ebenfalls aus England, konkret aus Manchester, hat 42%Vol. und enthält elf Botanicals. Diese sind großteils am Etikett aufgelistet: Wacholder, Angelikawurzel, Koriander, Lakritze, Grapefruit, Orangenschalen, Kubebenpfeffer und Meerrettich. Letzterer verleiht diesem Gin einen außergewöhnlichen Touch, der sich in einem langen Nachhall zeigt.
Der Unit 43 ist ein Gin aus Südafrika mit 43%Vol., der in einer originellen, in Papier eingewickelten Keramikflasche erhältlich ist. Neben Wacholder, Koriander und Zitrusfrüchte werden fünf verschiedene Fynbos-Botanicals wie beispielsweise Buchu-Blätter, die ausschließlich in Südafrika wachsen verwendet.
Der Blue Coat 47 ist ein American Dry Gin mit kräftigen 47%Vol. (Etwas) Wacholder, Zitronenschalen, Koriandersamen und Angelikawurzeln verleihen diesem Gin eine Frische und trotz der Alkoholstärke eine Leichtigkeit und ein angenehmes Trinkgefühl.
Zum Abschluss gabs den Neuseeländischen Scaroegrace Black Gin, ein 41,6 %Vol. starker, schwarz schimmernder Gin mit einer dominanten Beerenaromatik. Farbe und überwiegendes Aroma sind auf den Aroniasaft zurückzuführen.

13. Jänner 2022    


  TOP Brände und Liköre von Elmar Brunn
Der Falstaff Edelbrenner des Jahres 2020, Elmar Brunn, versorgt mich regelmäßig mit kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Bregenzerwald. Da darf ein Bergkäse ebenso wenig fehlen, wie hochprozentige Schokolade und natürlich eine Auswahl erlesener Destillate "Best of Elmar".
Diesmal war in der Vorarlberger Genussbox, die mit nahezu einmonatiger Verspätung in Kilb ankam, neben dem 91-Falstaff Punkte Rum-Kokos Likör, ein 92-Falstaff Punkte Orangecello, ein mehrfach gold-prämierter Schlehenbrand, ein goldprämierter Steinobst-Quartett Reserve und die Krönung ein im Rumfass ausgebauter Zitronenbirnenbrand Strong Spirit, der 2013 mit Destillata-Gold prämiert wurde.
Während sich der Orangecello mit seiner klaren, cremigen, würzigen Frucht als vorzügliche Nachspeise eignet, ist der Schlehenbrand ein solider, eigenständige Vertreter der feinen Marzipannoten. Er lässt aber auch der Frucht genug Platz und zeigt am Gaumen feine, süßlich-kernige Aromen.
Das Steinobst Quartett Reserve aus Zwetschke, Mirabelle, Schlehe und Wildpflaume sollte allein schon wegen der außergewöhnlichen Zusammen-setzung ohne Speisenbegleitung genossen werden. Er zeigt alles was in diesen Früchten steckt. Pfeffrige, fruchtige, leicht kernige, samtige Aromen, die gut mit der dezenten Fasscharakteristik harmonieren.
Der im Rumfass ausgebaute Zitronenbirnenbrand zählt mit seinen 48,5%Vol. zu den Strong Spirits. Feine Kletzenbirnenaromen wechseln sich in der Nase mit der süßen Rumaromatik ab und werden am Gaumen zu einem wuchtigen Geschmackserlebnis, das vom Alkohol gut getragen wird. Im unglaublich langen Nachhall zeigen sich Karamellnoten in feiner Würze eingebettet.
8. Jänner 2022    
  Edelbrand-Imagevideos der Extraklasse
Hohe Produktqualität, Regionalität, Tradition, Exklusivität, Pionier-geist, Professionalität und Genuss in eine Filmbotschaft zu verpacken ist eine große Herausforderung.
Es gibt nur einige wenige Edelbrenner, denen es gelungen ist all das
in Bild und Ton umzusetzen.
Mach Dir ein Bild vom "Geschmack des Jahres" (Pfau Brand, Valentin Latschen), der "Welt des Whiskys" (Whiskydestillerie Peter Affenzeller), vom "Edlen Brand und feinen Essig" (Manufaktur Alois Gölles) und von der "Kompromisslosen Qualität" Primushäusl Edelbrände der Brennerei Sigmund Rieger).
4. Jänner 2022    
 

Riserva Gold Marillenbrand von Bailoni
Ein Spaziergang durch die traumhafte Altstadt von Krems-Stein zeigt nicht nur einzigartige, historische Baudenkmäler und architektonische Baukunstwerke. Die - zugegeben etwas holprige - Kopfstein bepflasterte Steiner Landstrasse führt auch zur 1. Wachauer Marillen Destillerie, Bailoni. Der aus dem Trentino stammende Grappadestillateur Eugenio Bailoni kam der Liebe wegen nach Krems und gründete mit seiner Frau Rosa im Jahr 1872 die 1. Wachauer Marillen Destillerie.
Die bauchige Bailoni Boxbeutelflasche wurde zum Markenzeichen für

Marillenschnaps- und -likör. Freilich lässt sich über den Inhalt dieser, das Kremser Stadtbild prägenden Flasche diskutieren.
Die neue Produktlinie der Familie Bailoni ist aber unstrittig ein TOP-Produkt im Spirituosenmarkt.
Unter der Marke "Riserva" vereinen sich drei im Akazienfass gelagerte
Obstbrände aus Kirsche, Zwetschke und natürlich der Marille.
Der Riserva Gold Marillenbrand hat eine durchgängige, klare Frucht von der Nase bis zum Gaumen und besticht durch eine ausgewogene Frucht-Fass-Charakteristik. Die würzig weiche Frucht mit der passenden Holzuntermalung hat auch die Falstaff-Verkoster 2021 überzeugt. Ebenfalls überzeugt hat mich der Riserva Kirschbrand mit einer feinen Marzipannote. Kirsche und Akazie werden auch hier zu einem harmonischen Destillat vereint. Ob auch der Riserva Zwetschkenbrand und die klare Premiumlinie diesem Qualitätsbild entsprechen, wird mein nächster Kremsbesuch zeigen. Ich freu´ mich d´rauf.

31. Dezember 2021    
  Jungbrennmeister am Kilber Biohof Hansinger
Mit einer neuen Brennanlage und vielen guten Ideen steigt Robert Hansinger, der jüngste Sohn im Biohof der Familie Hansinger, ins Brennergeschehen ein. Mit seinem Williams-, Conference Birnenbrand, Muskat Trester-, Aroniabrand, dem Gin, Absinth und Patxaran (Schlehenlikör nach spanischem Vorbild) hat er sowohl bei Klassikern als auch bei New Spirits seine große sensorische Begabung unter Beweis gestellt.
So überzeugen der Williams und Conference mit einer deutlichen Frucht, sehr solide und klar im Charkter und - trotz Jugend - einem harmonischen Nachklang. Harmonisch zeigt sich auch der Aroniabrand mit einem feinen Marzipanton in der Nase und am Gaumen, sehr vielschichtig und kraftvoll. Beim Muskat Trester setzt sich die klare Fruchtlinie fort, wobei dem Trester eine längere Reifung mit Sicherheit gut tut.
20. Dezember 2021    
 

Nussener "MMXXI"
Das Ende Juni begonnene Nussschnapsprojekt, wurde im Oktober mit der Beimengung von Rot- bzw. Weißwein fortgesetzt und am 20. Dezember finalisiert. Insgesamt wurden 5 verschiedene Chargen hergestellt, die in einem letzten Schritt noch verschnitten wurden. Es gibt jedenfalls noch Verbesserungsbedarf, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Jedenfalls findet das, dem italienischen Nocino nachempfundene Rezept,

großen Gefallen. Der Name des Nussschnaps ist "MMXXI" und verweist zumindest am Etikett auf seine römischen/italienischen Wurzeln. Ob daraus mehr wird, wird sich heuer im Sommer - frühestens am 24. Juni (Johannistag) zeigen, wenn das Projekt "Nussener, der Zweite" startet.

3. Dezember 2021    


 

Edelbrände von Arno Dirker
Ein Blick nach Deutschland lohnt sich. Arno Dirker betreibt in Mömbris-Niedersteinbach, etwa 40 km östlich von Frankfurt am Main, seit 1992 eine Edelbrennerei. Er verfügt über eine unglaublich grosse Palette hervorragender, aussergewöhnlicher und einzigartiger Edelbrände, stand bereits 1993 am Siegerpodest der Destillata, war 1 Jahr später Destillata Gesamtsieger, wurde 2004 im Rahmen des World Spirtts Award als World Class Distillery ausgezeichnet, ist ein grossartiger Obstkenner und Edelbrenner.

Der Zitronenapfel ist ein leuchtend gelber, mit roten Punkten übersäter, hühnereigroßer, sehr trockener und überaus fester Apfel aus Dirker´s eigner Obstzucht. Sehr schöner, klarer, frischer Apfel in der Nase; unglaublich viel Frucht auch am Gaumen; kerniger Apfel mit harmonischem Finale; TOP.
Die grünen bis gelblichen Zibarten sind Wildpflaumen. In der Nase fruchtig frische, dezente Aromen von Kriecherl bis Zwetschke mit einem fein herben Stein-Ton.
Die Mollebuschbirne zählt zu einer der ältesten Kultursorten, jedoch ist ihr Bestand durch den Feuerbrand sehr gefährdet. Sehr feine Mostbirnen-, Kletzenbirnenaromen; einzig-artiges, fruchtiges, kantiges Birnenaroma, leicht bitter und gerbstoffreich.
Die Wahl´sche Schnapsbirne zeichnet sich durch ein typisch fruchtiges frisches Birnenaroma aus; sehr nahe an der Williams; Blütenhonig und Würze am Gaumen; sehr schöne Länge; ein besonderes Geschmackserlebnis; TOP.
Die Eggener Schwarzkirsche beeindruckt in der Nase mit dunkeln Schokoladenoten, feine Fruchtsüsse; reife Kirsche mit schönem Kernton und zarter Bittermandelnote; lang, breit und weich auf der Zunge und am Gaumen; TOP
Der Speierling gehört zur Familie der Ebereschen und Vogelbeeren, auch die Form der Blätter ist dieselbe. Die Frucht ist etwas größer und sie haben die Form von kleinen Äpfeln und Birnen. Lässt man sie ausreifen und teigig werden, ergeben sie ein tolles Destillat; Gerbstoffreich in der Nase, Anklänge von Grappa und Mispel; auch am Gaumen tresterähnliche Geschmacksrichtung, die auch an Kletzenbirnen erinnert.
Die Schlehe zeigt am Beginn eine dezente Holundernote, die vom Bittermandelton schön eingeschlossen wird; im letzten Drittel zeigen sich Vogelbeertöne; am Gaumen eine
Geschmacksexplosion aus Schoko, Kakao und Mandeln; vollmundig und schöne Länge, TOP

22. November 2021    
 

Der Edelkastanienbrand im Edelkastanienfass
hat den Weg vom Castel Juval in Südtirol in mein Kilber Home Office rechtzeitig geschafft: eleganter Edelkastanienbrand im Edelkastanien-fass gelagert vom Weingut und der Hofbrennerei Claus Martin Aurich.

Das Weingut Castel Juval Unterortl in Kastelbell liegt am Eingang zum Schnalstal. Eigentümer ist der Bergsteiger und Buchautor Reinhold Messner. Gisela und Martin Aurich führen das Weingut als Pächter. Die Aurichs widmen sich seit 1992 der Herstellung von Wein und Destillaten. Im Weingut Castel Juval Unterortl werden auf 4 ha Steillagenweinbau jährlich 30.000 Flaschen Wein erzeugt und abgefüllt, vorwiegend Weißburgunder, Riesling, Müller Thurgau und Blauburgunder.
In der Hofbrennerei entstehen im Doppelbrennverfahren im Wasserbad fruchtige Grappe und Fruchtbrände von selbstangebauten Obst- und Wildobstsorten.
Das Trauben-, Trester Obstbrandsortiment umafasst Grappa Weissbur-gunder, Grappa Riesling, Grappa Blauburgunder, Grappa Vinea Juval,
Muskat Traubenbrand, Alte Sorten-Äpfel & Birnenbrand, Palabirnenbrand, Quittenbrand, Holunderbeerenbrand, Kornelkirsche,
Vinschger Marillenbrand, Williamsbrand, Zwetschgenbrand/Eiche
Der Edelkastanienbrand Castanea ist im Edelkastanienfass gelagert, duftig wie Edelkastanienmus und ausgewogen vanillig, im Geschmack anhaltend, zart und elegant; sehr feine Holznote.

29. Oktober 2021

Online Gin-Tasting im Wiewerk Creative Studio. Eine sehr gelungene Veranstaltung - bitte mehr davon!
www.verkostbar.at
  Online Gin Tasting
4 Gins und ein Heu-Destillat von Tastedillery-Betreiber Fabian Sautner standen auf der Verkosterliste ener einzigartigen, informativen und kurzweiligen Online-Verkostung im Wiewerk Creative Studio in Pöchlarn. Moderiert wurde dieses Tasting von August Teufl.
Mit dem Ischgl Gin, der 1. Kostprobe, hat Fabians Leidenschaft für die Wacholder-Barspirituose begonnen. Rosenblüten und Lavendel sorgen für eine blumige Note. Die Würze kommt vom Koriander. Mit Zitruszesten und dem Bergheu findet dieser Gin eine frische außergewöhnliche Abrundung. Das Bergheu gab´s auch als separates Destillat in der 2. Kostprobe zu verkosten. Mit dem Heart on Point Gin als 3. Kostprobe zeigt der Destillateur sein G´spür für kraftvolle, würzige Gins, wobei auch hier Lavendel und Rosenblüten eine (Neben)Rolle spielen. Koriander und Weißdorn sorgen für eine stark würzige Ausprägung. Die 4. Kostprobe, der Medi Gin, erinnert an den medizinischen Ursprung des Gin. Ringelblumen, Orangenblüten, Lemongras, Zitrone und Orange sorgen für frische und Urlaubsfeeling. Zum Abschluss der Verkostung, die von Edi Kadlec musikalisch begleitet wurde, gab´s den Gin Domus, der am 25. August im Stiftspark Melk erstmals präsentiert wurde.
25. August 2021    

Gin Domus
Stimmungsvolle Präsentation des Gin Domus von Fabian Sautner im einzigartigen Park des Melker Stifts musikalisch umrahmt von Lisi Dorn und Roland Guggenbichler.
An 4 Abenden hat das Stift Melk im August in ihren Stiftspark eingeladen. Neben Musik und Kulinarik wurde auch Hochprozentiges angeboten, etwa Kräuterliköre, die im Kloster Aich für das Stift Melk produziert werden oder der Gin Domus, der von Tastedillery-Betreiber Fabian Sautner mit klösterlicher Unterstützung kreiert wurde. Neben dem Ischgl Gin, dem Heart on Point Gin, dem Medi Gin und dem Gin Sparkling Sekt ist der Gin Domus bereits die fünfte Eigenkreation des jungen Brennmeisters. Dass beim Gin Domus Blüten und Kräuter aus dem Stiftspark verwendet werden, versteht sich von selbst.

17. August 2021

XA Gravensteiner, Alois Gölles
22 jährige Apfelbrand-Rarität aus dem Hause Gölles
Die XA-Serie umfasst einen Alten Apfel 1989, einen Williams 2001, einen Vogelbeer 1997, eine Alte Zwetschke 1999 und eben den Gravensteiner 1999; dazu liefert Gölles auch Zeitgeschichtliches von der Einführung des Euro, die Lawinenkatastrophe von Galtür, die Wiedererlangung der Autonomie von Nordirland oder der Weltmeistertitel von Mika Häkkinen
"Die feinsten Äpfel der Sorte Gravensteiner werden reinsortig eingemaischt, vergoren und destilliert. Das Ergebnis: die Grundlage für unseren XA (extra alten) Gravensteiner. Trotz langer Reifeperiode überzeugt diese Rarität mit ihrer jugendlichen frischen Art und ihrem lebendigen Charakter. Ein Muss für Liebhaber eindrucksvoller Apfelbrände."

Würzige, frische, sortentypische Aromen in der Nase; auch am Gaumen feste, pikante Struktur; im Abgang saftig und vollmundig; sehr animierend

14. Juli 2021

Jacoulot, Marc de Bourgogne, Extra Grappa
Ich wurde eines Tages mit einem vorzüglichen französischen Grappa aus der Bourgogne überrascht.
7 jähriger, fassgelagerter Grappa mit kräftigen 45%vol.
schöne goldgelbe Färbung; feines, süßes Holz in der Nase, kandierte Früchte; reife, runde Süße auch am Gaumen mit Honig- und Rum-Noten

Das Maison Jacoulot ist ein traditionsreiches Haus, dessen Gründung in das Ende des 19. Jahrhunderts zurückreicht und das mit der Destillation von Trauben begonnen hat. Das Sortiment umfasst Obstbrände (Mirabelle, Williams, Himbeere und Alte Zwetschke), Cremes und Liköre, Marc und Fines, Whisky und Rum.
https://jacoulot.com/en/history

Überbringer leider unbekannt!

5. Juli 2021

NUSSENER
Nach dem Vorbild des italienischen Nocino wurde am 30. Juni 2021 das Projekt "Nussschnaps" gestartet. Der verspäteten Vegetation entsprechend wurden am 30. Juni die grünen Nüsse geerntet, geviertelt und mit Zucker angesetzt. Um verschiedene Rezepturen zu testen, wurden 4 Glasbehälter mit je 250g Nüsse und 200g Zucker befüllte. Am 5. Juli wurde Gewürze zugesetzt (in unterschiedlicher Zusammensetzung: Abrieb einer Zitrone, Zimt, Nelken, Kaffeebohnen, Musakt, Bourbon Vanille, Lemongras, Kardamom), mit 41% Vodka bzw. mit 96% Weingeist angesetzt.
Nach etwa 40 Tagen wird bei der "italienischen Variante" der Ansatz filtriert und aufgekochter Rot- bzw. Weisswein dazugegeben.

Dann heissts bis Weihnachten warten!

30. Juni 2021

Die Galtürer Cultbrenner
Am Weg in die Schweiz stand ein Besuch des "Piz Buin" auf der Bielerhöhe am Programm.
Der Hotelier Peter Oberschmid hat sich mit seinen Freunden Markus und Hermann Lorenz der Pflege des gelben Enzians und der Herstellung des "Reinen Original Galtürer Enzianbrandes" verschrieben.
Darüber hinaus gibt es eine fruchtige Enzian-Variante mit Apfel oder Zwetschken und eine würzige als "Ginenzner" - kurzum ein Paradies für Liebhaber hochprozentigen Enzinas.
Das Graben der Enzianwurzel ist streng limitiert und daher ist der Enzianbrand eine seltene Kostbarkeit. Einer der Cultbrenner hat 2017 den ersten Anbauversuch in Galtür gestartet.
Seit 2013 zählt das Wissen um die Standorte, das Ernten und Verarbeiten des punktierten Enzians zum immaterielles UNESCO Kulturerbe in Österreich.

29. Juni 2021

Kilber Edelbrandstammtisch
Nach über einem Jahr Sitzungspause hat sich die Kilber Edelbrandgemeinschaft in der neuen Brennkammer der Familie Hansinger getroffen. Neben zahlreichen Kostproben der Kilber Schnapsbrenner wurde erstmals der Sirninger Mostbirnenbrand von Michael Gonaus verkostet. Eine sehr feine Frucht in der Nase, am Gaumen noch sehr verhalten. Hat Potential.
Zudem wurde beschlossen, 2021 wieder eine Edelbrandpräsentation durchzuführen. Gemeinsam mit den Kilber Imkern ist am 7. November 2021 geplant, nach einjähriger Pause die traditionelle Veranstaltung "Edle Brände und edler Honig in alten Mauern" im Kilber Kulturhaus Bürgerspital durchzuführen.

Im Biohof Hansinger hat mittlerweile Robert die Rolle des Brennmeisters übernommen. Mit einem Gin, einem Absinth und einem Williamsbrand hat er sich mit vorzüglichen Produkten vorgestellt. Er setzt damit die Brennertradition am Petersberg fort.

13. Februar 2021    

 

FFF - Farthofers Fassproben Freitag
Rechtzeitig am Beginn des Wochenendes landeten 3 Whisky-Fassproben, die mit Liebe, kreativem Handwerk und persönlicher Widmung von Doris und Josef Farthofer verpackt wurden auf meinem Tisch. Obwohl Whisky nicht zu meinen bevorzugten Spirituosen zählt, haben diese Kostproben sehr schnell meine volle Aufmerksamkeit und nach einer ersten Verkostung, meine Anerkennung und Begeisterung gefunden:

Schlägler Roggen, 60%Vol. Bio Whisky 2017, Mostellofass #418

Sehr schöne, süße Mosthefe-Aromatik mit leichten Rotweinanklängen; Roggen zeigt sich zuerst verhalten, wird mit etwas Wasserzugabe viel deutlicher, steht zweifelsohne am Beginn seiner Reifung
Emmer Whisky, 41,4%Vol. Jahrgang 2016, Mostellofass #438
Wunderschöne Getreidenote, Malz, Karamell, leichte Süße am Gaumen, zeigt sich trotz seiner Jugend schon sehr weich und geschmeidig am Gaumen, nahezu trinkfertig
Mais, Fassstärke 49,5%Vol., Bio Whisky 2016, Starkbierfass #266
Bieraromen im Vordergrund, zarter Mais, blumig, Blütenhonig, insgesamt variantenreich; mit Potenzial

Alles in allem sind es 3 Whiskys, die meinen Geschmack treffen. Sie zeichnen sich durch eine gute Balance zwischen Getreide- und Fassaromen aus. Das Verkosten und vor allem Trinken macht richtig Spaß und die (Vor)freude auf das jeweils reife Produkt in 2 bis 7 Jahren ist groß.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es sich hier nicht um irgendeinen Whisky handelt, sondern um besondere Whiskys, aus besonderen Getreidesorten, die in besonderen Fässern gereift sind. Sowohl die beiden Ur-Getreidesorten Schlägler Roggen und Emmer (Weizen) als auch der Mais gedeihen auf den Äckern der Farthofers, die eine 45 ha große Bio Landwirtschaft im Mostviertel betreiben.
Bio bedeutet für die Farthofers nicht nur einen reduzierten Umgang mit Dünger und Pestiziden, eine stimmige Kreislaufwirtschaft (vom Feld in die Flasche) sondern auch die Kultivierung alter, in Vergessenheit geratener Getreide- und Obstsorten. Dabei geht´s nicht um einen möglichst hohen ha-Ertrag sondern um die besonderen Eigenschaften dieser Sorten.
Was sich gut zum Brotbacken und Bierbrauen eignet, macht auch in der Destillerie gute Figur, dachte sich Josef, der wie kaum ein anderer Brennmeister stets innovativen, außergewöhnlichen Produkten auf der Spur ist. Das gilt nicht nur für den Birnendessertwein Mostello, die Organic Premium Gin, Wodka und Rum-Serie, die Brotspirituosen Brotginsky, Brotka, Brotuzo und Brotschnaps sondern auch für die Whiskys aus Schlägler Roggen, Nackthafer und Braugerste, die in Weinbrand,- Mostello- und Starkbierfässern gereift sind und mit jungen 5 bis 6 Jahren auf den Markt kommen.
Diese Vielfalt an Whiskys, Josefs Experimentierfreude, Doris´ Kreativität und eine eigene Mälzerei sind wohl genug Gründe, dass die Destillerie Farthofer auch zum erlesenen Kreis der Austrian Whisky Association zählt.

3. Dezember 2020    

  MAAN Spirituosen aus dem Bregenzerwald
Mit einer kleinen, feinen Auswahl seiner insgesamt 16 Edelbrände umfassenden Spirituosensammlung stellt sich Markus Rambach vor und zeigt dass Form und Inhalt großartig harmonieren können. Allen voran die Langstieler Kirsche, die sich fein, fruchtig und frisch in der Nase zeigt und am Gaumen ein enormes Frucht-Mandelspiel mit zarten, blumigen Anklängen entwickelt; die pure Kirsche - ein wahrer Traum.
Weiter gehts mit einer Williamsbirne, die vornehm zurückhaltend im Geruch wahrzunehmen ist, aber dann wieder sehr kraftvoll, fruchtig, in voller Reife daherkommt. Es folgt wieder ein außergewöhnlicher Obstbrand, eine Quitte, die sich nach einem sanften Vorspiel in der Nase, am Gaumen sehr wuchtig und kräftig ausbreitet mit einem langen Nachspiel.
Wie schon bei der Kirsche verbreitet auch die Vogelbeere bereits beim Öffnen der Flasche den zarten unverkennbaren Duft nach Kräutern und Marzipan. Am Gaumen zeigt sie sich leicht, aber niemals störend bitter und punktet mit einer extremen Länge.
Den Abschluss dieser tollen Serie an 40Vol%-tern bildet ein Enzian - und was für einer!. Erde, die schmeckt, saftiger Krenn, leichte Süsse. Ein krönender Abschluss einer Edelbrandserie in einem gefälligen Outfit, die durchwegs sensorisch überzeugt und dem Titel des Brennmeisters "Master of World Spirits" uneingeschränkt gerecht wird.
Besuchen Sie Alberschwende und verkosten Sie diese 5 exzellenten Edelbrände ... und auch die restlichen 11.
2. Dezember 2020    
 

Die Österreichische Schnapskarte
In den letzten Tagen wurde die Österreichische Schnapskarte aktualisiert. Mittlerweile sind hier 483 Brennereien bundesländer-weise aufgelistet. In Tirol, der Steiermark und NÖ gibt es eine weitere, regionale Untergliederung. Sehr hilfreiche Quellen bieten die virtuellen Auftritte der Tiroler Schnapsroute (www.tirol.at/..../schnapsroute), der Salzburger Edelbrandsommeliers (www.edelbrandsommeliers.at), der OÖ Edelbrandsommeliers (www.edelbrand-ooe.at), der NÖ Edelbrandsommeliers (http://www.edelbrandsommelier.at)
, Erhard Ruthners Österreichische Whisky-, Gin-, Wodka- und Rumkarten (https://austro-spirits.at)und die Einkaufsplattform myproduct (https://myproduct.at/Spirituoasen). Viel Spass auf Deiner virtuellen Schnopsroas durch Österreich.

13. November 2020    
 

Tag des Apfels

Am 13. November wird der Tag des Apfels zelebriert. Anlass genug um in den Beständen der Schnapsnase nach vorzüglichen, hochprozentigen Apfelbränden zu suchen und diese wieder einmal zu verkosten:
Lavanttaler Bananenapfel/38%Vol./Spendel/Ktn./**, Gravensteiner/
40%Vol./Wilhelm/ Stmk.,Abellio 2000/Elstar/40%Vol./Abakus/Stmk./***. Apfelbrand/40,8%Vol./G.u.E. Huber/NÖ/***, Gravensteiner/42%Vol./Stählemühle/Deutschland/***, Cox Orangen Renette/43%Vol/ Wetter/NÖ/**, Gravensteiner/43%Vol./ Wurm/OÖ/**, Apfeltrester-brand/40%Vol./ Distelberger/NÖ/*, Apfelmostbrand/39,7%Vol./Datzberger/NÖ/**, Golden Delicious fassgelagert/40%Vol./Vom Fass/Südtirol/*, Bio-Apfelbrand im Eichenfass/ 40%Vol./Peterseil/OÖ/**, Apfel fassgelagert/41,6%Vol./ Wetter/NÖ/***, Goldener Apfel/43%Vol./Mair´s Beerengarten/Tirol/**, Apfelmostbrand im Fass/43,5%Vol./ Brunn/Vlbg/**, Apfelbrand fassgelagert/45%Vol./Brunn/Vlbg/**, Apfel Zigarrenbrand/ 46,8%Vol./ Steinbauer/Stmk./**, Apfelbrand im Eichenfass/47%Vol./ Neuhauser/NÖ/**
***ausgezeichnet, **sehr gut, *gut

13. November 2020    
 

Destillata-Kosterschulung

Ich hatte die Gelegenheit an einer Destillata Kosterschulung teilzunehmen. Dieses Meeting wurde über Zoom abgehalten und von Wolfgang Lukas, Manfred Gössinger und Harald Ott sehr professionell durchgeführt.
Inhalt der etwa zweistündigen Schulung war die Umstellung auf ein neues Punktesystem, basierend auf einem Verkosterprogramm, das die Durchführung von Verkostungen unterstützt und deutlich erleichtert.
Auch wenn derartige Online-Meetings eine rasche und kostengünstige Möglichkeit bieten, Teilnehmer aus der Schweiz, Ungarn, Deutschland und allen Teilen Österreichs an einen "Tisch" zu bringen, fehlt der direkte, persönliche Kontakt. Aber daran müssen wir uns wohl gewöhnen.
Was auch fehlt sind die Kostproben. Daran sollten wir uns nicht gewöhnen müssen ...

12. November 2020    

Ausgangsmaterial für den Bio Chocolate Spirit sind kräftig geröstete Kakaobohnen, die mit selbst gebranntem Rohrzuckerbrand angesetzt, doppelt destilliert, 2 Jahre im Holzfass gelagert und auf eine Trinkstärke von 43%Vol. gesetzt werden.

Für den Bio Schokolade Likör werden Schokolade-Geist und Kirschbrand mit dunkler Schokoladenkuvertüre verfeinert. So entsteht ein dunkler und fülliger Likör mit feinen 17%Vol.; eine Schokosauce für Erwachsene.


 

Schokolade - hochprozentig und süß
In der letzten Ausgabe des Genuss Magazins 7/2020 haben sich Angelika Kraft und ein Team von Verkostern dem Thema Schokolade gewidmet: https://www.genuss-magazin.eu
Als Nachschlag zur "puren Lust auf Süßes" hab´ ich mich mit der Schokoladenseite hochprozentiger Seelentröster und Stimmungsaufheller beschäftigt - und damit ist nicht der Kakaoanteil in der Schokolade gemeint.
In unseren Breiten wird die edle Form des Schnapses mit Marillen-, Williams- und allgemein mit Obstedelbränden verbunden. Auch bekannte und beliebte Barspirituosen spielen bei heimischen Brennern und österreichischen Konsumenten eine wichtige Rolle. Während das Getreide für Whisky, die Erdäpfel für Wodka oder der Wacholder für Gin hierzulande geerntet werden können, funktioniert das bei Zuckerrohrsaft oder -melasse für die Rumproduktion nicht. Dennoch wird auch in Österreich Rum hergestellt.
Die Herstellung exotischer Spirituosen sind
bei der Beschaffung der Rohware offenbar keine Grenzen gesetzt.
Ihrer Experimentierfreude und Ihrem Ehrgeiz ist es geschuldet, dass sich einige Destillerien auch mit der afrikanischen oder südameriaknischen Kakaobohne beschäftigen und diese zu Kakao-Geist oder Schoko-Likör verfeinern.
Einer der ersten war der Edelbrandpionier Alois Gölles, der gemeinsam mit dem Chocolatier Josef Zotter im Herbst 2006 einen Schoko-Geist und einen Schoko-Likör auf den Markt brachte. Die beiden Qualitätsfanatiker und "berühmt-berüchtigten Genusspioniere" betreiben in unmittelbarer Nachbarschaft zur steirischen Riegersburg ihre Manufakturen. Während Zotter die ungerösteten Kakaobohnen zu essfertiger Schokolade verarbeitet (bean to bar), setzt Gölles die gerührte Schokolade mit Rohrzuckerbrand an um nach der Mazeration einen Geist zu destillieren. Bei der ersten Abfüllung des Likörs gab es ein kleines Problem: die angesetzte Covertüre wurde mit zu viel Kakaobutter angerührt und hatte zur Folge, dass sich der Schoko-Likör verfestigte und nur durch Zugabe eines Kirschschnapses dazu zu bewegen war, die spezielle geformte rechteckige Flasche zu verlassen.
Diese Startschwierigkeit wurde ab der zweiten Füllung behoben und das Ergebnis kann sich nunmehr sehen und schmecken lassen. Der dichte, saftige Geschmack nach Bitterschokolade wird von kräftigen Röstaromen frischer Kakaobohnen begleitet und endet in einem langen Abgang.

29. Oktober 2020    


  Waldviertel pur
Seit nunmehr 12 Jahren ist nørderd am Markt. Hinter dem skandinavisch anmutenden Wort verbirgt sich das Waldviertel (=nord/nørd) und die Kartoffel/Erdöpfi (=erd). Hinter dem Produkt steht der Landwirt, Händler und Bio-Pionier, Johann Ackerl, seine Söhne Julian und Gregor sowie der Geschäftsführer der Pur Organic Products GmbH David Wais. Sie versorgt seit knapp 20 Jahren Konsumenten mit biologischen Erdäpfeln, Zwiebeln, Gurken und seit kurzer Zeit auch mit Süßkartoffeln und Knoblauch. Die Intention hinter dem Vodka-Projekt: die begrenzt lagerfähige Kartoffel wird in konzentrierter, also destillierter Form in Flaschen gefüllt und erhält als Vodka eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Eines vorweg: nørderd beeindruckt durch ein stimmiges Marketingkonzept, das sich besonders im Internetauftritt als verspielte, informative und kreative Produktpräsentation zeigt. Bestellung und Lieferung funktionieren bestens. Die Geschenkbox mit je 2 Kartoffel-, Weizen- und Apfelvodkas und einer Füllmenge von je 40 ml ist für eine erste Verkostung bestens geeignet. Apropos Verkostung: Der PURE POTATO VODKA zeichnet sich als glasklarer, sehr feiner, zarter, milder Kartoffel-Vodka aus. Der PURE SINGLE MALT VODKA ist ein duftiger, frischer Weizen-Vodka mit leicht grasigen Anklängen und hinter dem PURE APPLE VODKA steckt ein Außenseiter, ein geschmacksneutraler Apfel-Vodka. Sehr zu empfehlen für alle, die auf frische Obst-, mehlige Süßgras- und erdige Nachtschattengewächs-Aromen verzichten wollen. Wer vielfältige Frucht- und Gewürzaromen liebt, ist allerdings bei einem mehrfach destillierten, filtrierten und somit absolut neutralen Destillat an der falschen Adresse - aber that´s Vodka.
23.Oktober 2020    
  Vom Apfeltrester bis zur Zuckerrübe

Mit 6 hochprozentigen Raritäten aus OÖ hat sich Jürgen Doppelbauer aus Alkoven vorgestellt. Clementine, Zuckerrübe fassgelagert, Apfeltrester, Gala, Rubinette und Williams wurden prompt geliefert und am Abend verkostet.
Sehr feine, fruchtige, erdige (Zuckerrübe), jugendliche Produkte, die eindeutig nach dem schmecken, was draufsteht. Sie vertragen aber durchwegs noch ein bis mehrere Jahre Lagerung. Vor allem die sorten-reinen Apfelbrände Rubinette und Gala sowie der Apfeltrester wandern ins Lager. Williams und Clementine sind nahezu trink- und genuss-fertig und die süßlich, erdige, fassgelagerte Zuckerrübe wartet auf spezielle Liebhaber. Damit beweist Jürgen nachweislich seine respektable Brennkunst, die zudem edel verpackt ist.
4. Oktober 2020    
  Edel & Süß
Nach 24 Jahren findet heuer erstmals keine Edelbrandpräsentation in Kilb statt. Um Honig der Kilber Imker und Schnäpse der Kilber Edelbrenner ohne Einschränkungen genießen zu können, bieten die Imkereien und Destillerien "Edel & Süß"-Boxen an. Die Box kann nach Wünschen des Honig- und Edelbrandliebhabers mit Wald-, Blütenhonig, Edelbränden und Likören befüllt werden.
www.kilb.at/edelbrand
6. September 2020  
  Besondere Schnäpse für einen besonderen Anlass
Anlässlich der Hochzeit von Bianca und Thomas durfte ich eine Edelbrandbar organisieren. Zur Auswahl standen u.a.: Wildpflaume (Brunn), Stein-obst Cuvee (Fahrngruber), Aromatique (Fink), Kletzenbirn (Gatterer), Kirsch (Griessler), Zwetschke barrique (Hansinger), Pregler (Kuenz), Spenling (Maass), Apfel fassgelagert, Marille
(Neuhauser), Kirsche (Rossnagl), Absinth (Schneider), Trester (Schmidt), Weichsel (Spindler), Zirbe (Unterkofler), Obstler, Williams (Wetter).
8. August 2020  
  Tag des Whiskys

Jahr für Jahr stellt sich zum Tag des Whiskys immer dieselbe Frage: "Welchen Whisky soll ich heute genießen?" Meine Auswahl österreichischer Whiskys ist überschaubar, aber groß genug, damit diese Entscheidung schwer fällt. Vielleicht sollte ich dann doch den Rat einer interessierten FB-Freundin befolgen: "Oan noch´n Aundan".
29. Juli 2020  
  Stanz brennt - abgesagt
Gemeinsam mit den Kilber Edelbrennern verbrachte ich im Vorjahr ein Wochenende in Tirol, mit der festen Absicht auch 2020 dieses legendäre Fest im September wieder zu besuchen. Leider fiel diese Veranstaltung der Corona Pandemie zum Opfer.
17. Juli 2020  
 

Das Vienna Gin Festival geht neue Wege

Das Vienna Gin Festival musste 2020 abgesagt werden. Der Organisator Thomas "Gin Tomic" Kenyeri machte sich daher auf den Weg, um Gin-Produzenten in ganz Österreich zu besuchen, wie beispielsweise "Devin Spirits" von Lisa Bauer in Ödgraben Fehring
www.facebook.com/viennaginfestival/videos/379329459705434

15. Juli 2020  
  Elmar Brunn - Falstaff Brenner des Jahres 2020

Sehr erfreut war und bin ich, dass das Falstaff-Magazin Elmar Brunn zum Brenner des Jahres 2020 gekürt hat. Er ist einer der gern experimentiert und der als Meister der Aromen eine gute Nase für außergewöhnliche Destillate hat. Hier der Originaltext von Erhard Ruthner:
"Ein guter Bekannter hat dieses Jahr im Gesamteindruck überzeugt, und so geht der Preis für den besten Brenner des Jahres ganz in den Westen unseres Landes. Der Vorarlberger Elmar Brunn ist den Kennern der Szene längst ein Begriff, auch die fast ikonischen schwarzen Tonflaschen der Abfindungsbrennerei aus Krumbach finden sich immer wieder in der Top-Gastronomie.
Neben der klassischen Frucht wird auch erfolgreich Gin produziert. In der Verkostung überzeugte Brunn gleich mit 5 von 6 eingereichten Bränden, die Traumergebnisse zwischen 93 und sogar 99 Punkten erhielten: Alter Apfel (93 Pkt.), Wildpflaume (96 Pkt.), Pflaumen Brand Reserve (96 Pkt.), Enzian im Bourbonfass gereift (97 Pkt.) und Trester Brand (99 Pkt.). Damit verzeichnet Elmar Brunn auch die höchste Einzelbewertung der Spirits Trophy 2020."
Für das beste Sortiment hat Falstaff den Sammerhof aus Kirchham ausgezeichnet. Martin Schosser darf sich über den Titel "beste Spezialitäten" freuen und der Tiroler Robert Oberhofer ist der "Newcomer des Jahres 2020".
24. Juni 2020  

  Kurzurlaub im Ländle:

Drei intensive, erlebnisreiche Tage haben meine Begeisterung für das westlichste Bundesland und den Bregenzerwald gestärkt. Es war ein erholsamer Abschluss der ersten sehr fordernden Home-Office Phase nach dem Corona Stillstand. Danke an Elmar Brunn, an Gabi und Herbert Strahammer mit ihrem feinen Restaurant Schulhus in Krumbach, an Bartle Fink und seinem Brenn-Punkt in Bizau, an Emanuel Moosbrugger und sein Bio Hotel Schwanen - Team, an Michael Schneider mit seiner Kräuteralp auf der höchstgelegenen Brennerei des Allgäus. Neben Hochprozentigem standen ein Besuch des Laufwasserkraftwerkes Andelsbuch (zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme 1908 eines der größten und modernsten Kraftwerke der Monarchie) und des Sennereiladens Bezau am Programm.
14. Juni 2020  
  Zu Besuch im Yspertal

Der Besuch in der Wirtshausbrennerei von Martina und Hans Krenn ist immer wieder ein kulinarisches und hochprozentiges Erlebnis. Martina sorgt als exzellente Köchin für eine gute Basis für die an- und abschließende Edelbrandverkostung. Nach 2013, 2015 und 2017 wurde Hans auch 2019 als World Class Distillery bei Wolfram Ortners World Spirits Award ausgezeichnet.
11. Juni 2020    
  Die Welt der Spirituosen erleben - Rum Online-Verkostung

Gestern Abend konnte ich die 2. virtuelle Verkostung mit Markus Braun absolvieren. Dieses Mal standen österreichische Rums am Programm: Bandeira Gold Ron Exquisit von Gautier-Mückstein, Pannonischer Rum Nr.1 von der Dorfbrennerei Wallner, Routher´s Ron Johan Old Plum Rum von Gölles, Art & Spirits Rum von der Brennerei Guglhof und O-Rum Organic Premium Rum von der Destillerie Farthofer. Dazu viele wissenswerte Schmankerl aus der Rum- und Spirituosenszene. Wieder toll gemacht!
25. April 2020    
  Die Welt der Spirituosen erleben - Gin Online-Verkostung

Als Alternative zu Verkostungen in Gruppen und geschlossenen Räumen bieten sich in Corona-Zeiten Online-Verkostungen an. Premiere war
gestern Abend mit Markus Braun per Zoom: sehr gut gemacht, informativ, kurzweilig mit einer tollen Auswahl österreichischer Gins (41 bis 47%vol), die in 5cl Verkosterfläschchen zugeschickt wurden: Rick Feel Mediterranean Bio Dry Gin, Florian Kuenz Naturbrennerei Roter Turm Alpine Dry Gin, Kesselbrüder Wien Gin Gustav Klimt Edition, Destillerie Hermann Rogner Nord-Süd Dry Gin und Dorfbrennerei Wallner Drytun Gin.
24. März bis 14. Mai 2020    


 

Rest´l-Verwertungs-Challenge auf Facebook

Der Empfehlung eines Virologen folgend starte ich am 24. März eine "Rest´l-Verwertungs-Challenge", die mich mit Unterbrechungen bis 14. Mai und an insgesamt 31 Tagen gut durch die Corona-Krise gebracht hat (https://www.20min.ch/story/virologe-raet-im-fernsehen-zum-schnaps-trinken-251028799968#Echobox=1585433340).
1. Tag: Ein feiner Abschluss eines anstrengenden Tages: Erdbeerbrand aus 1998!!! von Max Schosser. 2. Tag meiner gestern begonnenen "Rest`l-Verwertungs-Challenge". Heute muss ein Blend aus 2011 von Peter Affenzeller dran glauben. Ein Whisky, wie ich ihn mag. Tag 3: a echter Tiroler; 50%Vol. starker Holler vom Rochelt, klein aber fein. Tag 4: noch eine Miniatur; exzellenter, pfeffriger Dry Gin No 5 von Lukas Schüller aus Maria Taferl. Tag 5 bis 8: Valentin Latschen brennt in der Schleppe Brauerei in Klagenfurt famose, bodenständige Edelbrände; einer der Gründer der Quinta Essentia, brennt seit über 30 Jahren vorzügliche, feine Edelbrände; Marille, Williams, Obstler (Apfel, Birne), Apfel fassgelagert. Tag 9: noch eine Miniatur von Rochelt, dem Tiroler Meisterbrenner mit einer 50%-Quitte vom Feinsten; unglaublich viel Frucht. Tag 10: die letzten Reste eines Tresterbrandes von Alois Gölles aus dem Jahr 1998, unglaublich dichtes, volles Aroma, fabelhaft! Tag 11 zu später Stunde: einzigartiger Brotgewürzgeist von der D'Brennerin Rosi Huber aus Weyregg, leichte Süße, frisches Brot und viel Kümmel. Tag 12 hat heute ausnahmsweise schon zu Mittag begonnen und ist der Waldviertler Whisky-destillerie Haider gewidmet. Seniorchef Hans hat gestern seinen 65. Geburtstag gefeiert. Dazu gibt's den Dark Rye Malt mit einem Laphroaig Fassfinish. Die 9 Jahre Fasslagerung mit dem einjährigen Finish verleiht dem 46%Vol kräftigen, dunkel gerösteten Roggen-Malzwhisky eine sehr feine, reife Note. Eine Miniatur "Dark Rye Malt" für einen ganz Grossen: nachträglich alles Gute Hans Haider zu Deinem 65'er und g'sund bleib'n! Am 13. Tag geht's nach Horitschon. Die Kohlmanns gehören zu den Top Destillerien Burgenlands. Die fassgelagerte Zwetschke ist eine sehr gelungene Symbiose aus klarer, deutlicher Frucht und dezentem, süßlichen Holz. Am 14. Tag bleibe ich im Ort. Mit einer Mostbirne vom Obsthof Neuhauser gibt's heute einen bodenständigen Kilber Edelbrand: schönes, würziges, feines Kletzenbirnaroma. Tag 15 führt in die Weinregion Carnuntum nach Göttlesbrunn. In Wiedersteins Weiberwirtschaft wird die Kunst des Tresterbrennens hochgehalten: fabelhafter Pinot Noir Tresterbrand, der auch nach 10 Jahren nichts von seiner Klasse und Typizität verloren hat. Der 16. Tag endet mit einem hochprozentigen Obstgenuss aus dem Zillertal: ein unglaublich fruchtiger Williams aus dem Hause Spitaler. Ein Klassiker am 17. Tag: ein sehr fruchtig-intensiver, mehrfach und höchstprämierter Kaiserholzbirnbrand vom Wirtshausbrenner Hans Krennn. Am 18. Tag gibt's einen meiner Lieblingssorten, einen Subirer, eine Vorarlberger Birne aus dem Hause Hämmerle mit dem typischen Flaschenverschluss. Die Birne ist nicht essbar aber sehr gut trinkbar! Den 19. Tag meiner Rest`l-Verwertungs-Challenge widme ich dem leider schon verstorbenen Kurt Lagler. Der "Kukmirner Golden", ein fassgelagerter Apfelbrand ist eines der Top Produkte des südburgenländischen Brennereihotels (das zurzeit bis vss. Jänner 2021 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist). Auch am Karfreitag macht die Rest´l-Verwertungs-Challenge keine Pause. Am 20. Tag geht's wieder nach Vorarlberg in den Bregenzer Wald zum Meisterbrenner und guten Freund, Elmar Brunn. Ein wunderschön fruchtiger Pflaumenbrand im Fass mit einer zarten, karamellig süßlichen Vanillenote. Tag 21 führt wieder zurück in die Wachau, zum Marillenhof Kausl und einem typischen, fruchtigen Marillenbrand. Spät aber doch gibt's am 22. Tag eine Rarität aus Dresden, einen Juniper Jack, eine 46,5%Vol. Wacholderbombe. Ein besonderer Vodka in einem besonderen Gebinde am 23. Tag: Ein Premium Vodka von Ölarbeitern für Ölarbeiter. Der 24. Tag ist dem über 60 Jahre alten Spirituosenmarktführer, Gurktaler Alpenkräuter gewidmet, ein 27%Vol. starker, feiner Bitterlikör mit 30 Kräutern aus dem Kärntner Gurktal und des Stiftsgartens des Gurker Doms. Am 25. Tag gibt's ein besonderes Schmankerl aus dem Schatzhaus des Weingutes Esterhazy: ein Tesoro Tresterbrand aus erlesenen Rotweintrauben, 2007 von Alois Gölles destilliert; wunderschöne, unverfälschte Grappastilistik. Auch am 26. Tag bleibe ich im Burgenland in der Schlosskellerei Fürst Esterhazy und wieder gibt's einen feinen, 18 Jahre alten Tresterbrand. Tag 27: 6 jähriger Traubenbrand "Gemischter Schatz IV" im Sherrryfass gelagert, destilliert von Elmar Brunn aus Vorarlberg. Am 28. Tag wird ein besonders Rest`l besonders verwertet: Smirnoff-Vodka mit Ananassaft. Damit ist die Weltmarktführung unter den Spirituosen (abwechselnd mit Bacardi) schnell erklärt. Wahrscheinlich besser bekannt ist Cappy/Orangensaft mit Vodka. Auch am 29. Tag gibt's ein internationales Rest`l: echter Barbados Rum in einer Flasche mit meinen Initialen abgefüllt und getrunken aus einem Verkosterglas des Rum Festivals 2018. Schöne Erinnerungen! Nach einer verdienten Pause gehts am 30. Tag mit feinen hochprozentigen und gemixten Getränken weiter: "mei Dschin" von der Parzmair Destillerie/Franz Ratzinger mit Birnensaft und Soda - erfrischend lecker!
Tag 31: Zwetschke im Zwetsckenholzfaß von Josef Neuhauser, mehr Zwetschke geht nicht!
Ein gelungenes Experiment, das in dieser Zeit unglaubliche 347 Mal auf Facebook geliked, kommentiert oder geteilt wurde!

16. März 2020    
 

Gruss aus dem Ländle

Gerade rechtzeitig zum Beginn der Reise- und sonstigen Beschränkungen haben mich Elmar Brunn, Bartholomäus Fink und Peter Sperger mit hochprozentigen und anderen Genüssen aus Vorarlberg versorgt. Darunter 2 Subirer, 1 Marille, 1 Rum Kokos Likör und 1 Gin Nebel. Dazu Bregenzerwälder Bergkäs und eine Pflaumenbrand-Schokolade. Während sich Elmar Brunn mit seinen verscheidenen Gin- und Rum Variationen, aber auch mit vorzüglichen Obstbränden und Geisten durch ein enormes Aromaspektrum auszeichnet, besticht Bartl Fink´s Sortiment durch schlichte Eleganz und eine außergewöhnliche Produktvielfalt.

16. Februar 2020    
 

Schnapsinventur 2020

399 Schnäpse zählt mein reichhaltiger Bestand an Hochprozentigem. Vom Apfellikör bis zum Zwetschkenbrand, vom Aroniabrand bis zum Zirbenlikör und darunter Exoten wie einen Käs Schnaps aus Vorarlberg von der Destillerie Freihof, einen Tamarillo (Baumtomaten) Brandy aus Ruanda, einen Kaffeegeist aus der Niederösterreichischen Destillerie Georg Hiebl, ein im Bourbonfass der Kings Country Destillery gelagerter Enzianbrand von Elmar Brunn aus Vorarlberg, einen Zuckerrübenmelassebrand "Old Stone" von Grete Wiederstein aus Niederösterreich, einen Tresterbrand aus Bulgarien, jeweils eine Wildbirne von der Granit Destillerie Mayer aus Waidhofen/Thaya und von der Paasdorfer Old Style Destillerie Liebminger sowie Raritäten wie den 13 jährigen, fassgelagerten Schilcher-Weinbrand von der Brennerei Jöbstl aus der Steiermark, einen 20 jährigen, fassgelagerten Veltlinerbrand von der Domäne Wachau aus Niederösterreich oder Rest´l eines Trockenbeerentresterbrandes aus dem Jahre 1998 von der Edelbrand- und Essigmanufaktur Alois Gölles aus der Steiermark.
Die mit Abstand größte Gruppe bilden die Birnenbrände mit 45 verschiedenen, sortenreinen, fassgelagerten oder biologischen Birnen, gefolgt von jeweils 29 verschiedenen Apfelbränden und Whiskys, 28 Trauben- und Tresterbränden und 23 Zwetschken- und Pflaumenbränden.

12. Februar 2020    
 
Mit Jahresbeginn 2020 schreibe ich für den AV-Verlag redaktionelle Beiträge rund um das Thema Schnaps.
Am 12. Februar erscheint mein erster Artikel im Genuss Magazin mit dem Titel "Let the Schnopsroas begin". Er handelt von Grundbegriffen des Schnapsbrennens und - verkostens und beschäftigt sich mit den Fragen der Destillation, des Brennrechtes und der Begrifflich-keiten. Am 4. April erscheint mein zweiter und vorerst letzter Artikel, wo mit einem Augenzwinkern Schnapsmythen beschrieben werden. Da geht´s um das g´sunde Stamperl, die Schnapsidee, die Schnpsdrossel
und die Schnapsnase. Ein interessanter, Corona-bedingt leider sehr kurzer Ausflug in die Welt des Journalismus.
3. Februar 2020    
 

Eine Nachlese zum Nachhören

Am Mittwoch, den 29. Jänner wurde ich vom ORF Landesstudio NÖ zu einem Live-Interview zur Sendung Radio am Vormittag eingeladen. In einer sehr entspannten, angenehmen Atmosphäre konnte ich von 11 bis 12 mit der Moderatorin und Gastgeberin Alice Herzog plaudern. Inhalt war in erster Linie mein Lieblingsthema Schnaps und das Buch Schnopsroas.

Wer dieses Interview nachhören will hat hier Gelegenheit dazu: orf.at/ Radiothek/NÖ/PODCASTS/ORF NÖ Prominente Gäste
oder einfach auf´s Foto klicken.
1. Februar 2020    
 

Die NÖ Landes-Musterobstmostereien

Zwischen 1909 und 1913 wurden in NÖ 6 Mostereien in Betrieb genommen und zwar in Abetzberg in der Gemeinde Aschbach Markt, in Watzelsdorf in der Gemeinde Neidling, in Walkenstein in der Gemeinde Sigmundsherberg, in Wagenreith in der Gemeinde Sonntagberg, in der Stadt Zwettl und in der Marktgemeinde Kilb.
Nach dem 1. Weltkrieg wurden noch weitere Mustermostereien errichtet, in Zitzhof im Bezirk Neunkirchen und in Geras. In Altenmarkt a. Ysper, Krumbach, Vitis und Waidhofen/Thaya wurden ebenfalls Brennkurse und Kurse für die Mosterzeugung abgehalten. Ob auch in diesen Kursorten Mustermostereien bestanden haben, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.
mehr zu diesem Thema gibts hier: www.schnapsnase.at/sirninger/sirninger3.html

31. Jänner 2020    
 

Ein herzliches "griass di" und Willkommen bei den "Notizen der Schnapsnase".

Auf dem Foto siehst Du den typischen Arbeitsplatz einer "Schnapsnase", also von jemand, der sich gerne und leidenschaftlich mit dem Thema Schnaps, Edelbrand und Spirituosen beschäftigt.
Um dem Namen Schnapsnase gerecht zu werden, versuche ich hier Neues und Wissenswertes aus der Spirituosenwelt aufzuspüren. Die Nase und das Riechen werden dabei immer wieder eine wichtige Rolle spielen.
Und noch was: ich verwende das freundschaftliche DU, weil uns die Vorliebe für Hochprozentiges verbindet. Respekt, Achtsamkeit und Höflichkeit zählen zu den Grundregeln dieser Seite (die ein Blog hätte werden sollen ...).

Vü Spass, vü Vagnüg'n und a genussvois Les'n
Christian

   

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