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Whisky steht nicht nur für gehobenen Lebensstil, für
Clubatmosphäre und Zigarrenduft sondern auch und vorallem
für die Hauptproduzenten Irland, USA, Kanada (Whiskey)
und Schottland (Whisky).
Neben den traditionellen, whiskyproduzierenden Ländern
haben sich auch Japan, Indien, Neuseeland, Australien und
Thailand dem Aushängeschild der "brown Spirits"
gewidmet. In den letzten 15 Jahren hat sich auch eine alpine
Whiskylandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz
entwickelt, deren Vielfalt vom holzfassgelagerten Getreidemalzbrand
bis zum 12 years old Single Malt reicht. Diese Vielfalt rührt
daher, dass alles Hochprozentige, bei dem Getreidemalzmaische
zu einem Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumsprozent
destilliert, mindestens 3 Jahre in Holzfässer mit einem
Fassungsvermögen von maximal 700 Litern gereift und mit
einem Alkoholgehalt von mindestens 40 Volumsprozent angeboten
wird als Whisky bezeichnet werden darf.
Einfach
ist die Whiskyproduktion aber keineswegs und vielleicht ist
auch das ein Grund, warum sich bekannte und weniger bekannte
österreichische Obstdestillierien immer wieder und mit
beachtlicher internationaler Anerkennung dem alpenländischen
Whisky widmen. Für den Steirer Michael Weutz, einem der
kreativsten österreichischen Whiskyproduzenten liegen
zwischen dem Getreide und dem Whisky nicht nur die sieben
Produktionsschritte Mälzen, Darren, Schroten, Maischen,
Gären, Destillieren und Lagern sondern auch jede Menge
Wissen, Phantasie, Kunst und Geduld.
Die
Österreichische Whiskyszene ist - betrachtet man die
letzten 5 Jahre - recht überschaubar. Da gibt es zum
einen die Waldviertler Whiskybrenner - insgesamt 5 mit dem
Leitbetrieb der Familie Johann Haider der "Whiskyerlebniswelt
in Roggenreith. Das
klimatisch rauhe Waldviertel scheint ein guter Boden für
die Herstellung von Whisky zu sein. Neben Johann Haider
widmen sich auch die NÖ Edelbrandsommeliers Oswald
Weidenauer, Hermann Rogner und Günther Mayer
sowie der Marillenhof von Brigitte Kausl der Herstellung
eines Waldviertler Whiskys.
Eine
Klasse für sich ist der Steirer Michael
Weutz, der mit seiner in St.Nikolai im Sausal in der Südsteiermark
gelegenen Destillerie Weutz
lange Zeit als Geheimtipp in der Edelbrand- und Whiskyszene
galt. Mittlerweile ist er schon 15 Jahre im Geschäft
und bietet dank seiner Experimentierfreudigkeit, seiner Ausdauer,
seiner Phantasie und seines Mutes 12 verscheidene Whiskys
an.
Mit ihrem "Hot
Stone, White Smoke, Sugar Corn, Maroon, Moonshine und Franziska"
gelingt es der Destillerie Weutz immer wieder Verkosterjury
und Whiskyliebhaber mit hochwertigen Produkten zu überzeugen.
Auch
Österreichische Spitzenbrenner stellen sich der Herausforderung,
einen (besonderen) Whisky zu produzieren.
So gibt es beispielsweise seit November 2002 einen Single
Malt Whisky aus dem Hause Reisetbauer.
Hans
Reisetbauer hat eigens dafür vier Hektar Sommerbraugerste
gepflanzt. Im Juli 1995 wurde dieses Getreide geerntet und
bei einer benachbarten Mälzerei schonend gemälzt.
Das Malz wurde geschrotet, bei 65 °C gemaischt, abgekühlt
und in Edelstahltanks rund 70 Stunden vergoren. Die vergorene
Maische wurde in Kupferkesseln im Rauh- und Feinbrandverfahren
destilliert. Dieser Malzbrand kam mit rund 71 Prozent Alkohol
in vier gebrauchte Trockenbeerenauslesen- und Chardonnayfässer
von den österreichischen Spitzenwinzern Kracher und Velich
und durfte langsam seiner Vollendung entgegenreifen.
Sowohl
A la Carte wie auch Falstaff haben Reistbauer´s Single
Malt Whisky mit 93 Punkten die bisher höchste Prämierungsnote
verliehen und kamen einhellig zum Urteil, dass "der Single
Malt Whisky von Hans Reisetbauer frische, florale Getreide-
und Hefenoten hat, der Geschmack an dunklen Tabak und Bitterschokolade
erinnert, dicht verwoben und der Alkohol gut eingebunden ist.
Mit
George No 1 hat Georg Hiebl seine erste Whiskykreation
im September 2005 auf den Markt gebracht. Es handelt(e)
sich dabei um einen Bourbon Whiskey aus Bio Mais, der in einem
100 Liter medium getoasteten französischen Eichenfaß
3 Jahre gereift ist.
Eine
der jüngsten Whiskykreationen kommt aus dem Hause LAVA
Bräu. Die im Steirischen Vulkanland gelegene Brauerei
widmet sich seit 2003 dem Whisky und produzierte 2007 erstmals
einen Single Malt Whisky. Der erste Österreichische Bio
Whisky kommt unter der Marke "Bio Brisky" erstmals
2010 auf den Markt.
Im Gegensatz dazu behauptet eine andere Brauerei - nämlich
das burgenländische Braugasthof Schmidt besser bekannt
als Rabenbräu - mit Gründung der Whisky
Destillerie Old Raven im Jahr 2004 zu den Pionieren der
"Austrian Whisky" - Szene zu gehören.
Beiden gemeinsam ist, dass ihre Produkte noch nicht auf internationalen
oder nationalen Prämierungslisten zu finden sind. Beiden
gemeinsam ist der Familienname Schmidt und beiden gemeinsam
ist auch eine außergewöhnlich professionelle und
beispielgebende Werbelinie.
Auf
der Liste der österreichischen "Whiskybrenner"
dürfen
natürlich Namen wie Josef Hochmair (Single Malt
Whisky 1999 und 2000), Kurt Lagler (Pannonia Korn Malt
2002, Gerstenmalzbrand 2005, Pannonien Single Molt
Korn), Valentin Latschen (Rauchmalz 2003),
Siegfrid Herzog jun. (Mc Hagmoar Whisky), Michael
Dotschekal (Koralm-Moltz 2006), Reinhard Meixner (Whisky
Gold 2003), Michael Jachs (Viasaumbehm Wiski 2000),
Willi Burgstaller (Hafer-, Gersten- und Roggen Whisky)
und Franz Kostenzer (Rye & Malt Whisky Alpin, Grain
Whisky Alpin) nicht fehlen. Sie alle haben sich der Herausforderung,
einen alpenländischen Whisky zu produzieren mehr oder
weniger nachhaltig jedenfalls mit hoher Produktqualität
gestellt.
Also
Gründe genug, um österreichischen Whisky zu verkosten!
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