
Die
Wachau liegt am südlichen Rand des Waldviertels und
grenzt nördlich an den Dunkelsteinerwald. In dem engen
Donautal wird auf Steinterrassen Weinbau betrieben. Auf
den Flächen neben der Donau wird die Marille kultiviert,
als deren Urheimat China gilt.
Die
einzigartige und weithin bekannte Aroma- und Geschmacksausbildung
der Wachauer Marille entsteht durch das besondere Klima
der Gegend. Vor allem zur Reife hin müssen zwischen
Tag- und Nachttemperatur große Unterschiede herrschen.
Die
Produktionsfläche von derzeit ca. 100.000 Marillenbäumen
wurde teilweise bereits in den Krisenjahren des Weinbaues,
ab etwa 1925 ausgepflanzt. Besonderen
Wert legen die Marillenbauern und die ansässigen Marillenbaumschulen
auf die Selektion und Vermehrung der Klosterneuburger
Marille mit ihrer einzigartigen Aroma- und Geschmacksqualität.
Zur
Kultivierung, Erhaltung und den Schutz der Wachauer Marille
wurde 1995 der Verein "Original Wachauer Marille"
gegründet, dem 216 Mitgliedsbetriebe aus 21 Gemeinden
angehören.
Mit
dem Gütesiegel der "Original Wachauer Marille"
garantieren die Wachauer Marillenbauern dem Konsumenten
die Herkunft und die einzigartige Aroma- und Geschmacksqualität
der Wachauer Marille.
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Neben
Marmelade (laut EU Gesetz jetzt Konfitüre), Nektar, Marillenknödel
und Likör werden die Marillen auch zu hochwertigen Edelbränden
weiter verarbeitet. Der Wachauer Marillenbrand
ist für das geographische Gebiet Wachau/Niederösterreich
geschützt.
Der
Marillenbrand zählt neben dem Williamsbrand zu den Klassikern
der österreichischen Edelbrände. Die Herstellung
des Wachauer Marillenbrandes erfordert einen optimalen Erntezeitpunkt,
eine Vollreife der Früchte, die (teilweise) Entfernung
der Steinkerne und eine perfekte Vergärung der Maische.
Typisch für den Marillenbrand ist sein dezentes, schmelzig-süßes
Aroma. Der Geschmack erinnert an Bittermandeln, Anis, Heu,
Schokolade, Quitte, Birne, Rosen und Jasmin. Er zeigt sich
am Gaumen elegent aber niemals aufdringlich.
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Die
Familie Aufreiter betreibt in Angern bei Krems
einen Weinhof und widmet sich seit vielen Jahren der Verarbeitung
der Wachauer Marille. Auf ihre Initiative wurde ein iMarillen-rundweg
angelegt, der 4,5 km durch Marillen-gärten führt.
Der Edelbrandsommelier und Brennmeister Harald Aufreiter
läßt immer wieder durch vorzügliche Edelbrände
- nicht nur aus der Marille - aufhorchen. |
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Der
in Senftenberg gelegene Winzerhof Fischer lädt
zweimal im Jahr (April und Oktober) zum Heurigen ein.
Die Basis dafür bietet eine Weinbaufläche, die
sich überwiegend über die, aus Urgesteinsböden
bestehenden Bergterrassen des Kremstals erstreckt. Neben
dem Weinbau-betrieb bewirtschaftet die Familie Fischer
auch ca. 500 Stück Marillen-, Williamsbirnen- und
Pfirsichbäume. |
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In
Mühldorf, am Ende des Spitzer Grabens liegt der Marillenhof
Kausl. Neben der Wachauer Marille werden am Marillenhof
auch Äpfel, Birnen, Dirndl, Herzkirschen, Holunder,
Kriecherl, Pfirsiche, Trauben, Vogelbeeren, Zwetschken
und seltene Obst- und Beerensorten zu Qualitätsedelbränden,
Likören und Marmeladen verarbeitet. Eine weitere
Spezialität des Hauses ist der Wachauer Whisky auf
Roggen- oder Weizenbasis. |
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Franz
Reisinger ist nicht nur als Obmann des Vereines
Original Wachauer Marille um höchste Qualität
bemüht. Seine Obstsäfte, Nektare, Edelbrände
und sein Cidre sind in der Spitzengastronomie ebenso zu
finden wie im Großhandel und in renomierten Feinkostläden
in Österreich und Deutschland. |

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In Rohrendorf, nahe Krems liegt der Familenbetrieb von
Gerti und Gerhard Tastl. Die "Zutaten",
mit denen die Familie Tastl die Wachauer Marille zu erlesenen
Marillen-spezialitäten verarbeitet sind überzeugend:
Liebe
zur Natur, verantwortungsvoller Umgang mit all dem, was
der Boden trägt, Zusammen-helfen wenn´s erforderlich
ist und sich gemeinsam über das Erreichte freuen. |
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