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Februar 2012 - Wachauer Marillenbrand

1. Februar 2012

Wachauer Marille

Die Wachau liegt am südlichen Rand des Waldviertels und grenzt nördlich an den Dunkelsteinerwald. In dem engen Donautal wird auf Steinterrassen Weinbau betrieben. Auf den Flächen neben der Donau wird die Marille kultiviert, als deren Urheimat China gilt.

Die einzigartige und weithin bekannte Aroma- und Geschmacksausbildung der Wachauer Marille entsteht durch das besondere Klima der Gegend. Vor allem zur Reife hin müssen zwischen Tag- und Nachttemperatur große Unterschiede herrschen.

Die Produktionsfläche von derzeit ca. 100.000 Marillenbäumen wurde teilweise bereits in den Krisenjahren des Weinbaues, ab etwa 1925 ausgepflanzt. Besonderen Wert legen die Marillenbauern und die ansässigen Marillenbaumschulen auf die Selektion und Vermehrung der „Klosterneuburger Marille“ mit ihrer einzigartigen Aroma- und Geschmacksqualität.

Zur Kultivierung, Erhaltung und den Schutz der Wachauer Marille wurde 1995 der Verein "Original Wachauer Marille" gegründet, dem 216 Mitgliedsbetriebe aus 21 Gemeinden angehören.

Mit dem Gütesiegel der "Original Wachauer Marille" garantieren die Wachauer Marillenbauern dem Konsumenten die Herkunft und die einzigartige Aroma- und Geschmacksqualität der Wachauer Marille.

Neben Marmelade (laut EU Gesetz jetzt Konfitüre), Nektar, Marillenknödel und Likör werden die Marillen auch zu hochwertigen Edelbränden weiter verarbeitet. Der „Wachauer Marillenbrand“ ist für das geographische Gebiet Wachau/Niederösterreich geschützt.

Der Marillenbrand zählt neben dem Williamsbrand zu den Klassikern der österreichischen Edelbrände. Die Herstellung des Wachauer Marillenbrandes erfordert einen optimalen Erntezeitpunkt, eine Vollreife der Früchte, die (teilweise) Entfernung der Steinkerne und eine perfekte Vergärung der Maische. Typisch für den Marillenbrand ist sein dezentes, schmelzig-süßes Aroma. Der Geschmack erinnert an Bittermandeln, Anis, Heu, Schokolade, Quitte, Birne, Rosen und Jasmin. Er zeigt sich am Gaumen elegent aber niemals aufdringlich.

Edelbrandsommelier Harald Aufreiter Die Familie Aufreiter betreibt in Angern bei Krems einen Weinhof und widmet sich seit vielen Jahren der Verarbeitung der Wachauer Marille. Auf ihre Initiative wurde ein iMarillen-rundweg angelegt, der 4,5 km durch Marillen-gärten führt. Der Edelbrandsommelier und Brennmeister Harald Aufreiter läßt immer wieder durch vorzügliche Edelbrände - nicht nur aus der Marille - aufhorchen.

Winzerhof Fischer Der in Senftenberg gelegene Winzerhof Fischer lädt zweimal im Jahr (April und Oktober) zum Heurigen ein. Die Basis dafür bietet eine Weinbaufläche, die sich überwiegend über die, aus Urgesteinsböden bestehenden Bergterrassen des Kremstals erstreckt. Neben dem Weinbau-betrieb bewirtschaftet die Familie Fischer auch ca. 500 Stück Marillen-, Williamsbirnen- und Pfirsichbäume.

Wachauer Whisky In Mühldorf, am Ende des Spitzer Grabens liegt der Marillenhof Kausl. Neben der Wachauer Marille werden am Marillenhof auch Äpfel, Birnen, Dirndl, Herzkirschen, Holunder, Kriecherl, Pfirsiche, Trauben, Vogelbeeren, Zwetschken und seltene Obst- und Beerensorten zu Qualitätsedelbränden, Likören und Marmeladen verarbeitet. Eine weitere Spezialität des Hauses ist der Wachauer Whisky auf Roggen- oder Weizenbasis.

Obsthof Reisinger Franz Reisinger ist nicht nur als Obmann des Vereines Original Wachauer Marille um höchste Qualität bemüht. Seine Obstsäfte, Nektare, Edelbrände und sein Cidre sind in der Spitzengastronomie ebenso zu finden wie im Großhandel und in renomierten Feinkostläden in Österreich und Deutschland.

Der Marillenbauer
Der Marillenbauer
In Rohrendorf, nahe Krems liegt der Familenbetrieb von Gerti und Gerhard Tastl. Die "Zutaten", mit denen die Familie Tastl die Wachauer Marille zu erlesenen Marillen-spezialitäten verarbeitet sind überzeugend: Liebe zur Natur, verantwortungsvoller Umgang mit all dem, was der Boden trägt, Zusammen-helfen wenn´s erforderlich ist und sich gemeinsam über das Erreichte freuen.