nn Sonstige Brände
Arrak, Arac, Rack Rumähnliches, alkoholisches Destillat, das ursprünglich in Indien durch Gärung von Reis (auch unter Zusatz von Palmensaft, Arekanüssen, Dattel-, Hirseextrakten und Rohrzucker) bereitet wird; bekommt durch Lagerung einen gelben Stich; Alkoholgehalt zwischen 45 und 60 Prozent
Der wahrscheinlich bekannteste Arrak ist der Batavia-Arrak, der in Java hergestellt wird und der Goa-Arrak.

Echter Arrack wird zur Herstellung von Grog (ein mit Arrak, Rum oder Kognak heißes, gezuckertes Wasser) verwendet
Bierbrand Gelegentlich wird ein Bierbrand auch als Whisky bezeichnet. Beide Produkte haben nicht nur Malzkomponenten, die Aromastoffe des Hopfens, sondern auch die feinen Nuancen der (Bier)hefe. Eingestellt wird der Bierbrand auf die bei Spirituosen üblichen 40 Vol. Prozent Alkohol. 
Für seine Bockbierbrände mehrmals ausgezeichnet: Josef Hochmair (Malznerhof)
Boukha tunesischer Feigenschnaps
Cachaca  Cachaca ist ein brasilianischer Zuckerrohrbrand. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu Rum: Während Rum aus Zuckerrohrmelasse entsteht, muss für Cachaca der Saft des grünen Zuckerrohres gären und dann destilliert werden.
Cachaca schmeckt weich und mild und findet seine Bestimmung hauptsächlich mit Limetten und braunem Zucker in "Caipirinha".
Enzian  Enzianbranntwein stammt aus den Alpen und wird aus den fein zerkleinerten Wurzeln des gelben Enzians hergestellt. Der Geschmack ist eigentümlich und erdig, dem Schnaps wird aber eine magenberuhigende und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5 Prozent vol
Hefebrand Das Ausgangsmaterial für Hefebrände sind jene Rückstände im Wein- oder Mostfass, die sich am Fassboden absetzen und als Geläger oder Glöger bezeichnet werden. Hefebrände haben einen eigenwilligen Geruch, sind voll und üppig am Gaumen. Sehr schön entwickeln sich Gelägerbrände im Eichenfaß, wo sich nach mehrjähriger Lagerung die weichen Gelägerextrakte mit den harten Tanninen der Fässer gut zu einem weichen, milden, runden und vollmundigen Destillat verbinden.
Krautinger  Das Brennrecht für den "Krautinger" verdanken Tiroler Bauern ihrer Kaiserin Maria Theresia. Die hatte im 18. Jahrhundert den Menschen hier das Privileg eingeräumt, Schnaps aus weißen Rüben zu brennen. Anderorts war dies in Österreich verboten. Der Grund damals: in den Kitzbüheler Alpen wuchs nur wenig Obst und die Leute waren arm. Deshalb durften sie sich mit ihrem Krautinger etwas dazuverdienen.
Noch heute ist der Schnaps einzigartig und kommt auch nur aus der Tiroler Wildschönau. 15 Bauern können hier von ihrem Hausbrennrecht noch Gebrauch machen. Sie erzeugen jährlich etwa 2000 Liter Krautschnaps und die reicht gerade für sie selbst und ein paar Hotelbetriebe im Hochtal.
Bei den Menschen hier ist es auch Brauch, dass sie ohne ihren Krautinger nie auf Reisen gehen. Haben sie dann in der weiten Welt ein Problem mit Galle, Magen oder Seele - hilft ihnen ihr Allheilmittel aus dem Reisegepäck.
Mezcal  Mezcal ist eine mexikanische Agavenspirituose. Im Prinzip wie Tequila, nur nicht aus dem Bundesstaat Jalsisco und auch nur einfach destilliert. Das Besondere kommt, wenn die Flasche leer ist: Wer den letzten Mezcal bekommt, muss den Wurm mittrinken.
Moutai  chinesischer Reis-Weizen - Schnaps aus der Provinz Guizhou; wurde 1915 im Rahmen der internationalen Gartenbaumesse in Panama als einer der drei weltbekanntesten Schnäpse registiert.
Ouzo 

Ouzo ist ein bekannter griechischer Branntwein aus Anis. Er wird aus der Maische, die nach dem Zerstampfen und Pressen der Weintrauben für die Weinherstellung zurückbleibt, gebrannt. Dem Destillat setzt man neben verschiedenen Kräutern und Gewürzen vor allen Dingen Anis hinzu, welche das charakteristische Aroma von Ouzo bestimmt. Der Zuckergehalt darf bis zu 50 Gramm pro Liter betragen. Entweder man verdünnt Ouzo (etwa eins zu vier) mit Wasser (dann wird er milchig-trüb) oder man trinkt ihn pur, gut gekühlt als Aperitif oder Degistif. Er wird auch für Mixgetränke und Cocktails verwendet.

Pulque  gegorener, zuckerhaltiger Saft der amerikanischen Agave, Herkunft: Südamerika 
Rum  Für Rum wird Rohrzuckermelasse, Rohrzuckersirup oder Rohrzuckersaft vergärt und anschließend destilliert. Durch die Lagerung in Fässern aus dunklem Holz, bekommt mancher Rum seine braune Farbe.
Es gibt: Jamaikarum (dunkel mit strengem Geschmack), Kubanischen Rum (weiß oder golden, milder Geschmack), Mexikanischen, Puertoricanischen und Neu-England-Rum (nicht so aromatisch) und Rum aus der Südkaribik.

Bitte beachten: Rum-Verschnitt muss mindestens 5 Prozent echten Rum enthalten, der Rest ist Neutralalkohol. Generell hat Rum zwischen 37,5 Prozent und 80 Prozent vol.

echter Rum
Wird in Ost- und Westindien sowie in Brasilien aus Zuckerrohr hergestellt

Jänner bis März werden die Zuckerrohrstengel entblättert in meterlange 2 bis 6 cm dicke Knüppel geschnitten, in einem Walzenpaar durch kräftige Stahlarme geknickt uns ausgepresst

Der Saft wird auf cirka ein Fünftel eingedickt, bei eintretender Kristallisation in Zentrifugen gebracht, wo die Melasse (genannt Miel) ausgeschwungen und der ca. 92 bis 96 % reine Rohzucker mit Holzspachteln von den Wänden gelöst wird, der schwärzliche, honigartige Brei wird in Gärständer gepumpt, das Gährverfahren dauert 48 Stunden bis mehrere Wochen

Der junge, rohe, herbe, raue und ganz helle für den Konsum ungeeignete Rum bekommt erst durch langjährige Behandlung und Lagerung sein feines Bukett.

künstlicher Rum
aus verdünntem Weingeist und Rumessenz oder Rumkomposition hergestellt

Rezept: 10 Liter Weingeist (95%), 10 Liter Wasser, 500g Jamaika-Rumessenz, 30g Vanille-Essenz, 15g Rumaroma-Essenz, 20g Rumäther, 5g Essigäther, ca. 50g Zuckercouleur

Drei bis vier Liter Salmiakgeist pro Liter Rum bewirken bei starker Schüttelung, dass er in kurzer Zeit an Härte verliert 
Tequila  Tequila wird ausschließlich aus der blauen Agavenart "Teqquilana Weber" im mexikanischen Bundesstaat Jalsisco hergestellt und gilt dort als Nationalgetränk. Der Alkohol muss mindestens zu 51 Prozent aus dem Agavensaft stammen. 
Bei uns sind vorallem zwei Sorten bekannt, der braune und der klare Tequila. Der braune schmeckt intensiver und wird länger gelagert.

Die Variante mit Wurm heißt Mezcal.
Toddy gegorener Saft verschiedener Palmen besonders aus den Blütenkolben der Kokospalme, Herkunft: Ostindien
Wodka Kommt vom russischen “Voda” = Wasser, Vodka = Wässerchen
Wodka (auch Vodka) ist eine russische Spezialität, die aus Getreide und Kartoffeln hergestellt wird. Es handelt sich fast um reinen Alkohol in Trinkstärke, den die Russen zu jedem Anlass pur trinken. Das Destlillat wird über Aktivkohle filtriert und ist farblos. Es gibt mittlerweile auch aromatisierten Wodka, z.B. mit Limetten-Geschmack. Wodka hat mindestens 37,5 Prozent vol.

 
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