| nn | Getreidebrände |
| Aqua Vit | "Lebenswasser"
(aqua vitae) - ist der typische Degistif und stammt aus Skandinavien.
Der Kornbranntwein, der übrigens eiskalt getrunken wird, entsteht,
wenn Kümmel-, Dill- und andere Samen ihr Aroma in Neutralethanol
abgeben und das Ganze dann destilliert wird. Wie gesagt, der Schnaps eignet
sich wunderbar als Verdauungshilfe und hat mindestens 37,5 Prozent vol.
Einer der bekanntesten ist übrigens Linie Aquavit. Wenn die Flasche leer ist, können sie auf der Rückseite des Etiketts die Route sehen, auf der der Aquavit den Äquator ("Linie") in Holzfässern gelagert überfahren hat. |
| Dinkelbrand | Der
Dinkelbrand wird, wie der Name schon sagt aus einer alten, mit dem Weizen
verwandten Getreidesorte, dem Dinkel, gebrannt. Die Herstellung weist grundsätzliche Ähnlichkeiten mit dem Bierbrauen auf. Auch beim Dinkelbrand wird die im Dinkel enthaltene Stärke, durch zu Hilfenahme von Malz, in Zucker umgewandelt. Der Zucker vergärt dann zu Alkohol und kann anschließend gebrannt werden. Der so gewonnene Dinkelbrand lagert nun ca. ein Jahr lang hochprozentig in Glasballons, bevor er mit bestem Quellwasser auf Trinkstärke eingestellt wird. Anschließend lagert der fertige Brand noch einige Monate ehe er zum Verkauf gelangt. Diese Lagerung ist sehr wichtig, da sich in dieser Zeit der Edelbrand noch ausbaut, seine Schärfe verliert und noch runder und voller im Geschmack wird. Der Geruch unseres Dinkelbrandes erinnert sehr intensiv an Getreide und recht angenehm an Brot. Beim Verkosten fällt der volle Geschmack und der gute Malzcharakter auf. |
| Kööm | Kööm
ist eine Norddeutsche Spirituose und leitet sich vom lateinischen "cuminum"
(Kümmel) ab. Kööm wird auf Basis von Kornbranntwein oder
Kartoffelschnaps mit Kümmel hergestellt und ähnelt dem Aquavit.
Man unterscheidet zwei Hauptsorten: den gelben "geelen Kööm" und den klaren "witten Kööm". Die Verbreitung war früher durch die Köömgrenze bestimmt, die mitten durch Schleswig-Holstein führte. Teilweise wird der Begriff "Kööm" auch generell für Schnäpse verwendet, während Sekt und Champagner aufgrund seines Kohlendioxidgehaltes als "Knallkööm" bezeichnet wird. |
| Korn, Kornbranntwein, Spiritus Frumentis | Korn ist ein Brand aus dem vollen Korn von Buchweizen, Gerste, Hafer, Roggen und Weizen. Nur Schnaps aus dem deutschsprachigen EU-Raum darf sich Korn nennen. Korn ist neben Weinbrand die meistgetrunkene Spirituose in Deutschland. Korn muss mindestens 32 Prozent vol. haben, bei Doppelkorn, Kornbrand, Tafelkorn oder Edelkorn müssen es 38 Prozent vol. sein. Die gelbe Färbung bei einigen Sorten resultiert aus der Lagerung im Eichenfass. Manchmal wird Korn auch "Klarer" genannt, weil die meisten Sorten wasserklar sind. |
| Whisk(e)y | Das
wichtigste zuerst: Handelt es sich um Scotch-Whisky (Schottland) oder
ähnliche Typen endet der Name mit einem einfachen -y. Handelt es
sich um irschen (Irish-Whiskey), amerikanischen (Bourbon Whiskey) oder
kanadischen Whiskey endet der Name mit -ey. Gerste wird über einem Torffeuer gemälzt (oder Roggen mit Malz gemaischt), längere Lagerung in Sherryweinfässern (um den unangenehmen Beigeschmack eines jungen Whiskys zu entfernen) Bourbon Whiskey In Schottland wird das Nationalgetränk aus gemälzter Gerste hergestellt, während die Amerikaner für ihren Whiskey hauptsächlich Mais und Roggen verwenden. Der bekannteste amerikanische Bourbon Whiskey ist vermutlich "Jack Daniel's" aus Tennessee. Irish-Whiskey Irish-Whiskey wird aus einer Mischung aus gemälzter und ungemälzter Gerste, Hafer, Weizen und Roggen hergestellt und anstatt über dem Torffeuer über reinem Kohlefeuer gebrannt. Kanadischer Whisky Kanadischer Whisky gilt als der zarteste Whisky. Er wird wie der Bourbon aus Mais und Roggen hergestellt, ist zweifach gebrannt und eignet sich hervorragend als Mixgetränk. Scotch-Whisky Die Urform des Whiskys ist der Malt Whisky aus gemälzter und im Torfrauch getrockneter Gerste. Es gibt heute auch Grain Whiskys (aus gemälzter Gerste, Mais und ungemälzter Gerste) und Blended Whiskys (Vermischung von Malt Whisky mit Grain Whisky) |
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